Nichts ging mehr: Am Frankfurter Flughafen wurde am Donnerstag gegen 7.40 Uhr eine Drohne gesichtet. Für eine halbe Stunde mussten die Passagiere teilweise sogar in den Flugzeugen ausharren – Deutschlands größter Airport war gesperrt.

Zwar sind Drohnenflüge über den Start-und-Lande-Bereich an Flughäfen in Deutschland verboten. Doch die Zahl der Störungen nimmt laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) zu. Allein in Frankfurt wurden 2018 31 Fälle registriert – doppelt so viele wie im Vorjahr. Damit führt der größte Flughafen Deutschlands das Ranking an.

Immer mehr Störungen durch Drohnen

Dahinter folgen der Flughafen Berlin-Tegel mit 17 Störungen, der Münchner Airport mit 14 und der Hamburger Flughafen mit zwölf. Insgesamt registrierte die DFS in Deutschland 158 Störungen im Luftverkehr durch Drohnen – deutlich mehr als 2017, als es nur 88 registrierte Fälle gab. 

Doch nicht nur in Deutschland sind die Drohnen ein Problem: Zuletzt mussten die Flughäfen London-Gatwick und London-Heathrow sogar einen Tag lang wegen Drohnensichtungen geschlossen werden. Flugausfälle und Chaos an den Airports waren die Folge.

Heathrow und Gatwick haben Drohnenabwehr

Um eine Wiederholung zu verhindern, haben die Londoner Flughäfen nun eine militärische Drohnenabwehr angeschafft. Sie wurde auf einem Dach angebracht und ist einsatzbereit, teilte der Airport Gatwick mit. 

Das System kann die Kommunikation zwischen einer Drohne und dem Betreiber blockieren und die Drohne so flugunfähig machen. Es hat eine Reichweite von mehreren Kilometern.

Drohnen können Flugzeuge schwer beschädigen

Stößt eine Drohne mit einem Flugzeug zusammen, kann sie die Außenhülle oder im schlimmsten Fall sogar die Triebwerke zerstören – Drohnen stellen also ein großes Sicherheitsrisiko dar. Und: Auf dem Radar sind die kleinen Flugobjekte nicht zu entdecken.