Italien: Insel Capri verbannt Einweg-Plastik zum Umweltschutz

Italienische Insel Capri verbietet Plastik-Produkte

Wein in Wegwerf-Plastiktüten zum Strand tragen und dort aus Plastikbechern trinken – auf Capri ist das bald tabu. Die italienische Insel verbannt Plastikprodukte, die biologisch nicht abbaubar sind.

Die Insel Capri liegt in der Bucht von Neapel.
Die beliebte Urlaubsinsel will ein Vorbild in Sachen Umweltschutz sein. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Westend61

Besteck, Becher, Teller, Tüten – alle Einweg-Produkte aus Plastik, die nicht biologisch abbaubar sind, sind ab dem 15. Mai auf Capri verboten. Damit will die italienische Insel gegen die Verschmutzung der Meere ankämpfen.

Die Insel im Golf von Neapel gehört zu den meistbesuchten Touristenzielen des Landes. Gleichzeitig treibt in der Bucht jede Menge Müll: Zwischen Capri und dem Festland treibt viermal so viel Abfall wie an der restlichen Küste des Landes. Das hatte eine Untersuchung des italienischen Umweltverbandes Legambiente 2017 ergeben.

Plastik-Verbot auf Capri als Vorbild für andere Reiseziele

Das inselweite Plastikverbot soll vor allem „das Problem der Umweltverschmutzung verkleinern“, erklärte Capris Bürgermeister Gianni De Martino der Agentur „EFE“. Gerade eine Insel mit „großer internationaler Präsenz“ wie Capri könne beim Thema Umweltschutz nicht passiv bleiben.

Geschäfte auf Capri müssen nun bis 90 Tage nach dem Inkrafttreten des Verbots ihre Plastikprodukte loswerden. Ansonsten drohen ihnen Strafen zwischen 25 und 500 Euro. In benachbarten Orten und Städten, darunter Neapel und Procida, wird ebenfalls über ein Plastikverbot diskutiert. EU-weit werden Plastikprodukte erst ab 2021 verboten.

Auch andere Inseln haben Plastik den Kampf angesagt: Auf Mallorca sind ab diesem Jahr Einweg-Plastiktüten verboten, Belize verbannt darüber hinaus auch Styropor- und Plastikgeschirr, und auch Jamaika verbietet die Einweg-Produkte seit Beginn diesen Jahres.

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