Zug nach London: Keine direkten Tickets mehr bei der Deutschen Bahn

Mit dem Zug nach London zu reisen wird schwieriger

Wer bequem mit dem Zug von Deutschland nach England reisen möchte, muss sich ab dem 9. November 2019 auf ein schlechteres Angebot einstellen. Denn die Deutsche Bahn streicht direkte Tickets.

Eurostar-Passagiere warten am Bahnhof Saint Pancras International in London.
Eurostar und die Deutsche Bahn beenden ihre Zusammenarbeit auf den Bahnstrecken von Deutschland über Paris/Brüssel nach London. (Sybmolfoto)

Foto: imago images

Sparpreise ab 59,90 Euro von Köln oder Berlin nach London und durchgehend gültige Tickets: Damit wirbt die Deutsche Bahn und ermöglichte bislang ein unkompliziertes Reisen von Deutschland bis in Großbritanniens Hauptstadt.

Damit wird ab dem 9. November jedoch Schluss sein.

Keine direkten Zugtickets nach London – was ändert sich für Reisende?

Auf reisereporter-Nachfrage erklärte die Deutsche Bahn, dass „aufgrund einer Systemumstellung seitens Eurostar und der dadurch fehlenden Schnittstelle zwischen Eurostar und der DB“ keine direkten Tickets mehr angeboten werden würden.

Via Twitter wurden auch schon einige Kunden darüber informiert.

Bedeutet: Die derzeit noch angebotenen durchgehenden Spar- und Flexpreise werden ab dem 9. November dieses Jahres nicht mehr verkauft – Bahnreisende müssen also zwei separate Fahrkarten buchen.

Durch Deutschland mit der Deutschen Bahn, danach mit Eurostar weiter. Trotzdem kannst du deine Tickets bis zu sechs Monate im Voraus über die internationale Buchungsmaschine der Deutschen Bahn kaufen. Dabei greift das Unternehmen auf die Angebote von Eurostar zurück und kombiniert die günstigsten Angebote.

Was passiert, wenn mein Zug ausfällt?

„Eine Buchung besteht somit aus zwei verschiedenen Tickets unterschiedlicher Eisenbahnunternehmen“, fasst ein Bahnsprecher gegenüber dem reisereporter die Änderung zusammen. Das Unternehmen arbeite allerdings mit Eurostar an einer kundenfreundlichen Lösung. 

Aus Deutschland kommend, reisen Bahnfahrer bislang mit dem ICE nach Brüssel oder Paris und kommen von dort im Eurostar durch den Kanaltunnel direkt nach London (Bahnhof Saint Pancras International).

Mit dem geänderten Buchungsverfahren müssen Bahnreisende Folgendes beachten: Es gelten die jeweiligen Fahrgastrechte des entsprechenden Beförderers. Im Fall einer Verspätung oder eines Zugausfalls könne jedoch der nächste verfügbare Zug zur Erreichung des Ziels genutzt werden.

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