Sommer-Festivals in Japan: Mythen und Mangas | reisereporter.de

Sommer-Festivals in Japan: Feiern mit Mythen und Mangas

Prachtvolle Festwagen, akrobatische Tänzer und aufwendig kostümierte Besucher: In Aomori im Norden Japans stehen in jedem Jahr vier außergewöhnliche Sommerfeste auf dem Programm. Ein Überblick.

 

Henning Queren
         Wie bei den anderen Sommerfesten in der Präfektur Aomori gibt es auch beim Nebuta-Fest in der Stadt Aomori aufwendig gestaltete Wagen.
Wie bei den anderen Sommerfesten in der Präfektur Aomori gibt es auch beim Nebuta-Fest in der Stadt Aomori aufwendig gestaltete Wagen.

Foto: Henning Queren

Im kühlen Norden Japans steigen die heißesten Natsu Matsuri (Sommerfest auf Japanisch). Aomori, die nördlichste Präfektur auf der japanischen Hauptinsel, wird jedes Jahr in der ersten Woche im August zu einem Partyzentrum.

Hier erleben Besucher japanische Kultur mal ganz anders und begegnen Japanern so ausgelassen und leidenschaftlich wie sonst nie. Jede Stadt in Aomori – das bedeutet übrigens „blauer Wald“ – hat ihr eigenes Sommerfest, das sich in den vergangenen Jahrhunderten zur heutigen Form entwickelt hat.

Hachinohe: Sansha-Taisai-Fest (31. Juli bis 4. August)

Die Sommerfestspiele fangen mit dem Sansha Taisai an, das in der alten Fürsten- und Fischereihafenstadt Hachinohe am Pazifik gefeiert wird. Viele Deutsche können sich sicherlich noch heute an die gewaltigen schwarzen Tsunamiwellen vom März 2011 erinnern.

Hachinohe war stark davon betroffen. Aber der Geist dieses Festes überstand alles. Das Sansha Taisai, also das große Fest der drei Shinto-Schreine, steht auf der Unesco-Liste für das immaterielle Weltkulturerbe und lockt jeden Sommer 1,5 Millionen Besucher an.

Am 31. Juli wird das Fest abends feierlich eröffnet. Die 27 prachtvollen Festwagen versammeln sich auf dem Rathausplatz und auf der Hauptstraße. Dabei wird alles wirkungsvoll angeleuchtet. Jeder der fantasievoll gestalteten Festwagen hat ein eigenes Thema und Erzählbild. Die Szenen zeigen Motive aus der japanischen Mythologie, Legenden, Märchen, Heldenepen und dem Theater. Und das alles müssen Besucher gar nicht kennen, um es genießen zu können.

Jeder Wagen beim Sansha-Fest in Hachinohe hat ein eigenes Thema. Gezeigt werden Motive aus der japanischen Mythologie, aus Legenden, Märchen oder Heldenepen.
Jeder Wagen beim Sansha-Fest in Hachinohe hat ein eigenes Thema. Gezeigt werden Motive aus der japanischen Mythologie, aus Legenden, Märchen oder Heldenepen. Foto: Henning Queren

Die Gruppe aus dem Stadtteil Fukiage wählte im vergangenen Jahr beispielsweise das Sujet von einem bekannten Kabuki-Theaterstück aus dem 18. Jahrhundert mit dem poetischen Titel „Tausend Kirschbäume von Yoshitsune“. Die Geschichte wird mit menschengroßen Puppen und anderen Requisiten erzählt.

Und dann gibt es den einen Moment, in dem das Publikum nicht aus dem Staunen herauskommt: Wie in einer Operninszenierung taucht aus der an sich schon üppigen Dekoration plötzlich ein Berg voll erblühter Kirschblüten auf, davor eine riesige bunte Trommel und weiße Füchse.

Alles wächst zehn Meter in die Höhe und acht Meter in die Breite. Und noch obendrauf fangen Trommel und Füchse an, sich zu drehen. Jeder Festwagen verbirgt als Geheimnis ein ähnliches Spektakel.

Aber auch musikalisch ist das Fest hochinteressant

Alle Gruppen musizieren gleichzeitig, jede versucht die andere zu übertreffen, die Trommeln und Flöten liefern eine hypnotische Tonspur zu der ganzen Pracht – begleitet von kraftvollen Rufen im Chor: „Yare Yare Yare Yaree!“ Spätestens dann vergisst man die nüchterne moderne Stadtkulisse drumherum und ist im Sog der Festmusik mitten in einem Sommernachtstraum. Das hat schon etwas Magisches.

Am nächsten Nachmittag zieht der drei Kilometer lange Festumzug durch die Hauptstraßen der Stadt. Es dauert volle zweieinhalb Stunden vom berühmten Löwentanz, um den Weg für die Götter zu reinigen, bis zum letzten mit Begeisterung beklatschten Festwagen. Das Ganze ist eine Mischung aus strenger shintoistischer Prozession aus der Vergangenheit und ausgelassener heutiger Festparade. Ursprünglich sollte das zu einer guten Ernte und der Stadt zum Frieden verhelfen.

Viele Zuschauer legen beim Festumzug in Hachinohe ihre Köpfe in das Maul der Tiger. Das soll Klugheit und Gesundheit bringen.
Viele Zuschauer legen beim Festumzug in Hachinohe ihre Köpfe in das Maul der Tiger. Das soll Klugheit und Gesundheit bringen. Foto: Henning Queren

Überhaupt die Tänzer: Es gibt den akrobatischen Tigertanz, einen gelenkigen Pferdetanz, den Bambusblättertanz – vorgeführt von stolzen Kindern, die mit ihren Vätern und Müttern monatelang geübt haben. Und viele Zuschauer legen extra ihre Köpfe in das Maul der Tiger. Aber keine Gefahr: Dieser Tigerbiss soll Klugheit und Gesundheit schenken.

Und nach dem Fest werden die Festwagen nicht etwa für das nächste Jahr eingelagert, sie werden vollständig zerstört. Das ist etwas, das auch für die anderen Feste gilt und den Willen der Menschen in jeder Stadt unterstreicht, jedes Jahr etwas Neues zu erschaffen.

Bis zu 600 freiwillige Helfer arbeiten jedes Jahr monatelang in ihrer Freizeit an der Gestaltung des Festwagens ihres Stadtteils.

Osamu Ogasawara, Mitglied des Fördervereins der Hachinohe-Festwagen


Nach dem Fest ist vor dem Fest. „Alles fängt gleich wieder an, wenn es vorbei ist“, sagt Osamu Ogasawara vom Förderverein der Hachinohe-Festwagen. „Bis zu 600 freiwillige Helfer arbeiten jedes Jahr monatelang in ihrer Freizeit an der Gestaltung des Festwagens ihres Stadtteils. Das ganze Fest ist für mich ein Gesamtkunstvolksfest.“

Wie in einem Samurai-Film: Das einzigartige Polospiel in Hachinohe findet immer am zweiten Tag des Sansha-Taisai-Festes statt.
Wie in einem Samurai-Film: Das einzigartige Polospiel in Hachinohe findet immer am zweiten Tag des Sansha-Taisai-Festes statt. Foto: Henning Queren

Und noch eine besondere Gelegenheit, die man nicht verpassen sollte: An einem Nachmittag inmitten der Festtage findet ein alter edler Sportwettkampf statt. 1827 flog der erste Ball beim Kiba Dakyu, einem klassischen japanischen Polospiel. Dabei zu sein ist wie einen Samurai-Film live zu erleben.

Aomori: Nebuta-Fest (1. bis 7. August)

Mehr Energie und Euphorie als beim Nebuta-Fest in Aomori geht kaum. Für Japaner ist das hier in der Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur in der Mutsu-Bucht der Inbegriff des Sommerfestes, jedes Jahr kommen mehr als 2,8 Millionen Besucher.

Ab Mitte Mai entsteht ein Nebuta-Hüttendorf im Blaues-Meer-Park am Hafen. Hier werden alle Festwagen hergestellt. Kommt man von Hachinohe aus mit der Regionalbahn, Linie „Blauer Wald“ (90 Minuten Fahrtzeit), ist es nur ein kleiner Spaziergang bis zur ersten Begegnung mit dem beeindruckenden Festwagenkunsthandwerk.

Unter den dreidimensionalen riesigen Papierskulpturen aus gut 3.000 Stücken Japanpapier verbirgt sich eine komplexe skelettartige Konstruktion aus Holz, Bambus, Draht – behangen mit 1.000 Glühbirnen.

Der Riesendämon in Aomori wird von 1000 Leuchtkörpern von innen illuminiert.
Der Riesendämon in Aomori wird von 1000 Leuchtkörpern von innen illuminiert. Foto: Henning Queren

Nur die richtigen Nebuta-Maler (davon existieren heute genau 14) schaffen die eindrucksvollen, expressiven Darstellungen: Krieger, Monster, Tiere aus den chinesischen und japanischen Heldensagen, Szenen aus berühmten Theaterstücken bevölkern die Nacht. Faszinierend, wie diese Papierskulpturen, in der Dunkelheit von innen beleuchtet, plötzlich zu wildem Leben erweckt werden.

Bei der abendlichen Parade sind 22 große Festwagen (neun Meter breit, sieben Meter tief und fünf Meter hoch) unterwegs – dazu kommen elf kleine für die Kinder. Vier Tonnen schwer sind die Wagen, die zwar Reifen haben, aber ausschließlich von menschlicher Kraft bewegt werden. Und die Zuschauer müssen starke Nerven haben, wenn die schwitzenden Muskelmänner ihre Wagen auf die ersten Reihen zubewegen, als wollten sie da hindurch, und dann doch immer wieder knapp vorher abstoppen.

Die Tänzer sind eine Hauptattraktion des Festes

Und hier zählen nicht nur die Festwagen, sondern auch die Haneto genannten Tänzer. Sie sind eine Hauptattraktion des Festes. 500 bis 2.000 Hanetos sind vor jedem Wagen versammelt, sie begleiten den Umzug springend, tanzend, und rufen laut „Lasse Laa! Lasse Laa!“ zu den Klängen von Trommel, Flöte und speziellen kleinen Handschellen.

Auch ausländische Touristen können hier ziemlich unkompliziert am Umzug teilnehmen, mit den Tausenden Einheimischen zusammen loslegen und tanzen. Einzige Bedingung: Das offizielle bunte, ausgefallene Nebuta-Kostüm muss her, man kann es sich ausleihen. Die Männer tragen dazu einen mit Blumen dekorierten farbenprächtigen Strohhut.

Besucher des Festes sollten nicht vergessen, eines der unzähligen kleinen Glöckchen zu ergattern, die die Tänzer bei sich haben und beim Springen klingen lassen. Das bringt Glück.

Hirosaki: Nebuta-Fest (1. bis 7. August)

Auf zum nächsten Fest: Die größte Stadt der Tsugaru-Präfektur ist Hirosaki, 40 Kilometer von Aomori entfernt. Sie ist eigentlich berühmt für ihren Schlosspark, wo im Frühling eines der schönsten Kirschblütenfeste in Japan gefeiert wird. Das Sommerfest ist aber auch nicht zu verachten.

In Hirosaki heißt es „Yaa Ya Doo!“. Zu diesem feierlichen Ruf ziehen 80 bunt bemalte fächerförmige und von innen beleuchtete Wagen durch die Stadt. Jahr für Jahr werden 1,6 Millionen Besucher gezählt.

Feiern mit leuchtenden Fächerwagen in Hirosaki.
Feiern mit leuchtenden Fächerwagen in Hirosaki. Foto: Henning Queren

Auf die Vorderseite des Fächers werden Motive aus der kriegerischen Literatur des alten Chinas und Japans gemalt, auf der Rückseite taucht in der Mitte eine Göttin oder eine schöne Frauenfigur aus der Vergangenheit auf.

Die Ursprungslegende von diesem Nebuta-Fest ist poetisch: Im heißen Sommer würden die Bauern sehr müde, was an sich nicht sein darf. Um also diese Müdigkeit zu vertreiben, wollten sie den bösen Schlafteufel in Form von Laternen oder Puppen auf dem Fluss wegschwimmen lassen.

Starke Frauen schlagen zu: Riesige Trommeln geben beim Umzug beim Nebuta-Fest in Hirosaki den Takt vor – und das stundenlang.
Starke Frauen schlagen zu: Riesige Trommeln geben beim Umzug beim Nebuta-Fest in Hirosaki den Takt vor – und das stundenlang. Foto: Henning Queren

Bei diesem Fest bringen die riesigen Trommeln das Bauchfett der Besucher zum Beben. Die Trommler sitzen ganz oben auf dem Instrument, um das Trommelfell entsprechend schlagen zu können. Und richtig schön anzusehen sind die Goldfisch-Nebutas, Laternen, die die kleinen Kinder tragen. Diese Tradition stammt aus der Samurai-Ära, während der hier ganz besondere Goldfische namens Tsugaru-Nishiki gezüchtet wurden.

Als Deutscher bekommt man vielleicht erst mal einen gewaltigen Schreck, wenn man an den Festwagen das Symbol eines spiegelverkehrten Hakenkreuzes entdeckt. Doch dieses alte buddhistische Manji-Zeichen hat seit mehr als 400 Jahren größte Bedeutung für diese Stadt. Es symbolisiert Wohltat und Harmonie.

Goshogawara: Tachineputa-Fest (4. bis 8. August)

Goshogawara, 40 Kilometer nördlich von Hirosaki und 35 Kilometer nordwestlich von Aomori gelegen, ist die kleinste von den vier Feststädten. Die Bewohner sind mächtig stolz auf ihre Festwagen, die von allen die höchsten sind. Sie schieben sich wie leuchtende Godzillas durch die engen Häuserschluchten, die Szenen in der Abenddämmerung sind hollywoodreif.

Damit es richtig Spaß macht, muss man laut mitrufen: „Yattemare! Yattemare!“ Drei von den 15 Festwagen ragen 23 Meter hoch in den Himmel und sind satte 19 Tonnen schwer. Für die Fertigung eines dieser Riesen brauchen die Gestalter gut ein ganzes Jahr.

Der Größte: In Goshogawara rollt beim Tachineputa-Fest ein Wagen mit 23 Metern Höhe durch die Straßen.
Der Größte: In Goshogawara rollt beim Tachineputa-Fest ein Wagen mit 23 Metern Höhe durch die Straßen. Foto: Henning Queren

Dieses wunderbare Fest war 80 Jahre lang aus der Stadtkultur verschwunden. Die Erfindung der Elektrizität war schuld daran. Die Stromleitungskabel quer über die Straßen machten sie für die hohen Wagen nicht mehr passierbar. Außerdem waren die originalen Entwürfe der alten Festwagen verloren gegangen.

Wie ein Wunder wurde eine einzige Zeichnung in einem Familiennachlass zufällig gefunden – so entschloss sich eine Bürgerinitiative, die Tachineputa-Tradition wiederaufleben zu lassen, und begann mit der Rekonstruktion. 1996 war es so weit, das Fest wurde wieder gefeiert.

Festwagen zeigen Szenen aus modernen Anime

Die Festwagen stellen beispielsweise Szenen aus den modernen Anime wie Roboter „Gundam“ dar, aus Mangas wie „Dragon Ball“ oder aus der Computer-Game-Welt. Es gibt auch völlig andere, teilweise sehr anrührende Themen wie beispielsweise den gigantischen Wagen, der den tapferen Feuerwehrleuten gewidmet ist und den Geist der Stadt widerspiegelt, niemals aufzugeben. Das passt, denn die Stadt litt gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zweimal unter verheerenden Bränden, die die ganze Stadt jedes Mal vernichteten – wobei auch die Wagenentwürfe verbrannten.

Außerhalb der Festtage ist der Wagen mit den drei Riesen im Museum Tachineputa no Yakata ausgestellt. Nur dort ist es möglich, die Skulptur auch in der Höhe rundherum in allen Details zu betrachten. Wenn er sich ganz langsam von dort aus auf die Straße bewegt, kann das Publikum nur staunen.

In den Museen bekommen Besucher ganzjährig einen Eindruck von den Festen

Nicht nur in Goshogawara, auch in den anderen Städten macht es tagsüber Spaß, im jeweiligen Erlebnismuseum in die Welt der Sommerfeste einzutauchen. Im Nebuta-Museum Wa-Rasse in Aomori gibt es auch die Möglichkeit, selbst die echten Festtrommeln zu schlagen.

Oder auch mit dem zum Mr. Haneto gekürten höchsten Nebuta-Springtanz-Meister des Jahres mitzuspringen. Der jetzige Amtsinhaber ist Yuya Kurauchi – an den normalen Tagen arbeitet er in Tokio im Staatsdienst. Er möchte durch seine Springkunst in allen die Leidenschaft für die Nebuta wecken. Das schafft er eigentlich jedes Mal.

Tipps für deine Reise nach Japan

Anreise: Mit dem Flugzeug nach Tokio, Hauptstadt von Japan, und von da aus per Inlandsflug nach Misawa oder Aomori. Empfehlenswert sind die japanischen Fluglinien JAL oder ANA. Beide bieten für Ausländer sehr günstige Tarife an. Von Misawa bis Hachinohe dauert es mit dem Bus 50 Minuten.

Wer noch etwas mehr von Japan sehen möchte, für den empfiehlt sich der Japan Rail Pass. Den Pass gibt es exklusiv für Ausländer. Er muss vor der Reise für sieben, 14 oder 21 Tage gekauft werden und ist in ganz Japan gültig. Die Fahrt mit dem Shinkansen-Schnellzug von Tokio bis Hachinohe dauert drei Stunden. Von Hachinohe bis Aomori fährt man mit dem Shinkasen 20 Minuten, von Aomori bis Hirosaki mit der Regionalbahn 50 Minuten. Die Fahrt von Hirosaki bis Goshogawara mit der Regionalbahn dauert 45 Minuten.

Unterkunft: In Hachinohe: Das Daiwa Roynet Hotel steht direkt am Hauptumzugsweg, das neue Grand Park Panex befindet sich nahe am Umzugsweg.

In Aomori: Hier ist es sehr schwer ein Zimmer zu finden, sie werden sogar verlost. Das Hotel Passage II und das Daiwa Roynet Hotel sind vom Bahnhof aus in drei bis fünf Minuten erreichbar. Es ist nicht weit zum Umzugsweg und zum Nebuta-Museum.

In Hirosaki: Das Art Hotel Hirosaki City steht direkt am Bahnhof und bietet beste Plätze direkt am Umzugsweg.
In Goshogawara ist es unmöglich, ein Zimmer zu finden, es empfiehlt sich ein Tagesausflug von Hirosaki.

Museen der Sommerfeste: In Aomori: Nebuta Museum Wa-Rasse (1 Chome-1-1 Yasukata).
In Hirosaki: Tsugaru-han Neputa Village (61 Kamenokomachi).
In Goshogawara: Tachineputa no Yakata (21-1 Omachi Goshogawara-shi).

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