Kreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ hat drei Unfälle – in einer Woche

Flusskreuzfahrtschiff baut drei Unfälle – in einer Woche!

Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ hatte nach zwei Unfällen ohnehin nur noch eine Sondererlaubnis für eine Fahrt. Doch auch die ging schief: Das Schiff krachte gegen eine Schleuse.

Unfallserie beim Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“.
Unfallserie beim Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“.

Foto: Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern

Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ hat das Negativ-Triple geholt: Es ist in Mecklenburg-Vorpommern gegen eine Säule gefahren, auf Grund gelaufen und mit einem Schleusentor kollidiert – und das alles in nur einer Woche.

Die „Gretha van Holland“ fährt seit Jahren zwischen Schwerin, Plau, der Müritz und Berlin hin und her, mit bis zu 23 Fahrgästen. Doch vor wenigen Tagen begann die Unfallserie.

Zuerst stieß das kleine Flusskreuzfahrtschiff am vergangenen Samstag an eine Rufsäule der Schifffahrtsverwaltung. Am Sonntag fuhr es weiter, doch das ging nicht lange gut: Es fuhr sich bei Grabow fest, lief auf Grund.

„Gretha van Holland“ hat mehr Tiefgang als erlaubt

Dass dies erst jetzt geschah, ist verwunderlich. Denn bei einer Vermessung kam dann heraus, dass die „Gretha van Holland“ statt der zugelassenen 1,20 Metern Tiefgang sogar ohne Gäste und Gepäck 1,40 Meter Tiefgang hat. Das berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Daraufhin verbot das Wasser- und Schifffahrtsamt den Betreibern die Weiterfahrt – zumindest solange Passagiere an Bord sind. Genehmigt wurde lediglich eine Überführungsfahrt in eine Werft, um das Problem zu beheben. Bei dieser Fahrt geschah dann der dritte Crash. 

Kreuzfahrtschiff fährt Steuerhaus nicht herunter und kracht gegen Schleuse

Die Besatzung hatte bei der Ausfahrt aus einer Schleuse auf der Müritz-Elde-Wasserstraße nahe Parchim das hydraulische Steuerhaus nicht rechtzeitig heruntergefahren. Es stieß gegen das Schleusentor und riss komplett ab. Verletzt wurde niemand, der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro.

Die Schleuse musste zunächst für den Schiffverkehr gesperrt werden. Wie es nun weitergeht, ist unklar. Der Leiter des Amtes in Lauenburg, Tilman Treber, sagte, die Verständigung sei problematisch. Denn die „Gretha van Holland“ hat nach Polizeiangaben Papiere aus Holland, eine tschechische Besatzung und gehört inzwischen polnischen Reedern.

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