Beach-Guide Sylt: Die schönsten Strände der Insel | reisereporter.de

Beach-Guide für Sylt: Die 5 schönsten Strände der Insel

Auf der einen Seite raue Brandung, auf der anderen Seite ruhiges Wattenmeer: Die Nordsee-Insel Sylt ist umgeben von großen Wassermassen, wo jeder seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz findet.

Weißer Sand am Strand Ellenbogen im Norden Sylts.
Auf Sylt findet jeder zwischen der rauen Nordsee und dem ruhigen Wattenmeer seinen Lieblingsplatz.

Foto: Jasmin Kreulitsch

1. Westerland: Trubel im Zentrum der Insel

Die Inselhauptstadt ist das Zentrum und das Herz des Eilands. Auf den ersten Blick ist Westerland allerdings keine Schönheit. Zu viele Bausünden der Vergangenheit verleihen dem Stadtbild im Vergleich zu malerischen Orten wie Keitum oder Kampen einen faden Beigeschmack.

Doch auf den zweiten Blich gibt es auch hier das typische Sylt-Feeling und Plätze, in die du dich verlieben kannst.

Holztreppe zum Strand von Westerland.
Wer den Trubel mag, ist am Strand von Westerland genau richtig. Foto: Jasmin Kreulitsch

Strand und Promenade sind im Sommer zwar stets voll, verströmen aber eine ganz besondere Stimmung. Hier gilt: Kein Sylt-Urlaub ohne abendliches Flanieren entlang des Holzsteges zwischen Meer und Dünen.

Dazu kommt: Wer gern alles um sich hat – von Strandlokalen bis hin zu Supermärkten –, wird in Westerland glücklich sein. Denn hier haben Badegäste wirklich alles, was man für den perfekten Urlaub an der Nordsee braucht.

Holzsteg am Strand von Westerland.
Kein Sylt-Urlaub ohne abendliches Flanieren entlang des Holzsteges zwischen Meer und Dünen. Foto: Jasmin Kreulitsch

Der richtige Trubel spielt sich im Hauptabschnitt des Strandes zwischen Brandenburger Straße und Himmelsleiter ab. Wer ein bisschen Ruhe sucht, muss nur in die Randgebiete davor und danach spazieren, wo die Menschenmassen weniger werden.

Apropos: Der Aussichtspunkt Himmelsleiter (Schützenstraße 22) ist ein super Fotomotiv. Wer die 26 Meter auf der Holztreppe erklimmt, hat das Gefühl, in den Himmel zu steigen – und wird mit einem umwerfenden Blick belohnt.

2. Wenningstedt-Baderup: Relaxen im Westen

Nicht weit entfernt von Westerland gilt der Strand in Wenningstedt-Baderup als besonders familienfreundlich. Wer lautes Geschrei befürchtet, kann aber beruhigt sein: Der Strand ist lang und breit, sodass jeder einen Platz für sich findet.

Vor allem aber ist der Abschnitt hier weniger voll als in Westerland und weniger hip als in Kampen.

Strand in Wenningstedt beim Sonnenuntergang.
Der endlose Strand in Wenningstedt ist besonders für Familien geeignet. Foto: Jasmin Kreulitsch

Du schwimmst und sonnst relaxt und hast vor allem eine gute Infrastruktur, die gerade rundum erneuert wurde. Die in die Jahre gekommene Holztreppe, die zum Strand geführt hatte, wurde durch eine imposante Stahlkonstruktion ersetzt – inklusive Lift oder 26 Meter langer Rutsche.

3. Hörnum: Auszeit im Süden

Im Süden der Insel können sich Sonnenanbeter in Hörnum eine Auszeit am Strand nehmen. Weite, goldgelbe Strände erstrecken sich kilometerlang, sodass du auch plötzlich vollkommen allein sein kannst.

Strand bei Hörnum.
An dem goldgelben Strand von Hörnum an der Südspitze der Insel kannst du Momente erwischen, in denen du ganz allein bist. Foto: Jasmin Kreulitsch

Vielleicht liegt der Zauber an der Südspitze der Insel aber auch in der malerischen Lage zwischen der offenen See im Westen und dem Wattenmeer im Osten.

Staunen kannst du über die Hörnumer Odde, die in den letzten Jahren wegen mehrerer Sturmfluten zu großen Teilen ins Meer gespült wurde. Ein ausgedehnter Spaziergang ist ganz klar ein Muss!

Kegelrobbe Willi im Wasser.
Die Kegelrobbe Willi lässt sich im Hafenbecken mit Heringen füttern. Foto: Jasmin Kreulitsch

Tipp: Nicht weit entfernt vom Strand gibt es im Hafenbecken von Hörnum eine besondere Attraktion. Schon seit Jahren taucht die Kegelrobbe Willi auf und lässt sich mit Heringen füttern, neuerdings bringt Willi auch eine Freundin mit, die Sylta getauft wurde.

Nebenan beim Fischhändler können Heringe für die beiden gekauft werden, oder du schaust ihnen einfach dabei zu, wie sie glücklich fressen und mit großen Glubschaugen um Nachschub flehen.

4. Ellenbogen: Sylts Karibik im Norden

Weißer, weicher Sand, türkisfarbenes Wasser: Wären im Hintergrund nicht Wanderdünen und Heidelandschaft zu sehen und Wildvögel und Schafe zu hören, könnte der Strand auch mitten in der Karibik liegen.

Der Ellenbogen ganz im Norden der Insel ist ein ganz besonderer Ort – und das nicht nur wegen des Namens, den der Inselabschnitt aufgrund seiner Form erhalten hat.

Düne am Ellenbogen.
Karibisches Feeling auf Sylt: Am Ellenbogen wartet weißer, weicher Sand auf die Urlauber. Foto: Jasmin Kreulitsch

Das gesamte Gebiet im Norden von Sylt befindet sich in Privatbesitz zweier Familien, daher kostet es auch fünf Euro Maut, über die Privatstraße an den Ellenbogen zu fahren. Das lohnt sich aber: Du befindest dich in einem Naturparadies aus Heidelandschaft, Wanderdünen, Wildvögeln und Schafen und steuerst auf die schmalste Stelle der Insel zu, die gerade mal 320 Meter breit ist.

Der Strand ist definitiv einen Besuch wert und vor allem nicht so überfüllt. Denn das Baden hier ist verboten: Nordsee und Wattenmeer treffen an dieser Stelle aufeinander und die Strömungen sind zu stark. Dafür liegst du im butterweichen Sand, schaust aufs türkisfarbene Wasser und kannst in der Ferne die dänische Insel Rømø sehen.

5. Kampen: Hippie-Feeling im Westen

FKK-Strände haben auf Sylt eine lange Geschichte und gehörten immer zum Insel-Leben. Kein Wunder, dass an der Nordsee gern behauptet wird, FKK stehe nicht für Freikörperkultur, sondern für „Fiete Kumm Kieken!“.

Einer der bekanntesten Abschnitte liegt an der legendären Buhne 16. Eine Buhne ist ein rechtwinklig zum Strandverlauf vorgebauter Damm im Meer, der dem Küstenschutz oder dem Flussbau dient. Die Zahlen bezeichneten den Strandkilometer.

Düne an der Buhne 16 auf Sylt.
An der Buhne 16 traf sich in den 60er-Jahren die High Society zum Nacktbaden. Foto: Jasmin Kreulitsch

An besagter Buhne 16 frönte die High Society in den 60er-Jahren der Nacktbadekultur, wobei nicht alle glücklich damit waren. So soll angeblich Romy Schneider 1968 gemeckert haben: „In jeder Welle hängt ein nackter Arsch.“

Heute sind die Nackten an der Buhne 16 weniger geworden, der Strand ist aber noch immer ein Traum und verströmt dank des gleichnamigen Lokals und vieler Erinnerungen ein relaxtes Hippie-Feeling.

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