Erst weigerten sich die Piloten, nach Venezuela zu fliegen, jetzt verhängt die US-Luftfahrtbehörde sogar ein Überflug-Verbot.

Wegen der unsicheren politischen Lage in Venezuela dürfen US-Fluggesellschaften das lateinamerikanische Land ab sofort nur noch mit einer Flughöhe von mindestens 26.000 Fuß (8.000 Meter) überfliegen. Das teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA in einer „Dringlichkeits-Anordnung“ mit. 

US-Piloten sollen Venezuela verlassen

Außerdem fordert die FAA US-Fluggesellschaften und US-Privatpiloten dazu auf, ihre Maschinen außer Landes zu bringen. Die Behörde begründete das Verbot mit der sich zuspitzenden Lage in Venezuela und dem damit „verbundenen unvorhersehbaren Risiko für den Flugverkehr“. 

Piloten weigerten sich, nach Venezuela zu fliegen

Zuletzt hatten sich die Piloten von American Airlines geweigert, weiterhin nach Venezuela zu fliegen. Seitdem fliegt keine Airline aus den USA noch in das Land. Auch das US-Außenministerium hatte US-Bürger dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. 

Der Luftraum über Venezuela ist fast leer. Der Flug-Tracker „Flightradar24“, der die Flugbewegungen auf der ganzen Welt festhält, zeigt Bilder, auf denen kaum noch Flugzeuge im venezolanischen Luftraum unterwegs sind. Auch eine Air-France-Maschine aus Paris mit dem Ziel Caracas sei über dem Atlantik umgekehrt, berichtet das Portal.

Machtkampf zwischen Oppositionellen und Präsident

In Venezuela liefern sich Nicolás Maduro und der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó einen erbitterten Machtkampf. Guaidó will Maduro aus dem Amt als Staatspräsident drängen und Neuwahlen organisieren.

Mehr als 50 Staaten, darunter die USA und Deutschland, unterstützen Guaidó. Die Opposition macht Maduro für die seit Jahren andauernde Rezession verantwortlich, durch die viele Menschen an Hunger leiden. Guaidó rief kürzlich das Militär und die Venezolaner dazu auf, ihm beim Sturz des Machthabers Maduro zu helfen.