Diese Frau surft im Müll – um gegen Plastik im Meer zu kämpfen

Diese Frau surft im Müll – um gegen Plastik zu kämpfen

Die Hawaiianerin Alison Teal ist Film-Produzentin und Surferin. Während ihrer Reisen um die ganze Welt entdeckt sie immer wieder riesige Müllfelder – an Land und im Meer. Jetzt kämpft sie dagegen an.

Alison Teal im Plastikmüll.
Für schockierende Bilder posiert Alison Teal auch mal mitten im Plastikmüll.

Foto: Facebook/Alison Teal (Screenshot)

Mit pink Surfboard und pink Bikini reist Alison seit Jahren um die Welt. Doch Alison Teal ist keinesfalls eine Barbie. Im Gegenteil: Sie ist viel eher das weibliche Pendant zu Indiana Jones, im Kampf gegen die Umweltverschmutzung.

Alison Teal paddelt für die Umwelt durch Plastikmüll

Um die Menschen auf das Problem des Plastikmülls hinzuweisen, schreckt Alison auch vor konsequenten Maßnahmen nicht zurück. Auf ihrem pinkfarbenen Brett paddelt sie auch durch riesige Felder aus Plastikmüll auf den Malediven oder in Los Angeles. 

Mit den Bildern will sie die Menschen wachrütteln, schockieren und zeigen, wie ernst die Verschmutzung der Welt durch Plastik bereits ist.

Mit ihren Kampagnen und Filmen tourt Alison mittlerweile um die Welt, hält Vorträge und informiert an Schulen über mögliche Maßnahmen, die den Plastikverbrauch senken könnten.

Die Schuld für die unfassbaren Müllberge sieht Alison aber nicht bei den Regierungen der Länder, sondern bei jedem Menschen selbst. Es sind unsere täglichen Entscheidungen, die eine Veränderung bewirken können, schreibt sie auf Facebook

So viel Müll schwimmt wirklich in den Ozeanen 

Denn die Wahrheit ist: Zwischen 100 und 142 Millionen Tonnen (!) Müll treiben inzwischen in den Meeren – auf jedem Quadratkilometer befinden sich offiziellen Zahlen des Umweltbundesamtes zufolge etwa 13.000 Plastikmüllpartikel. Der sogenannte „große pazifische Müllstrudel“ ist etwa 4,5-mal so groß wie Deutschland.

Je nach Strömung wird er an die Strände rund um die Welt gespült. Meerestiere fressen die Partikel oder verheddern sich darin.

Der Müll kommt zu 80 Prozent vom Land und wird über Flüsse oder küstennahe Mülldeponien ins Meer gespült. Auch Urlauber an der Küste tragen eine große Schuld, indem sie Müll nicht richtig entsorgen oder einfach am Strand liegen lassen.

So kannst du (im Urlaub) weniger Plastik verbrauchen

Um deinen eigenen Plastikverbrauch herunterzuschrauben, hat Alison ein paar ganz einfache Tipps parat. Zuerst solltest aufhören, Plastik-Strohhalme zu benutzen. Zum Einkaufen solltest du immer deine eigene, plastikfreie Einkaufstüte mitnehmen, und eine wiederverwendbare Trinkflasche ersetzt die Plastikflaschen aus dem Supermarkt.

Im Urlaub gilt: Lass keinen Müll am Strand liegen, wirf Reste vom Urlaubstag in den Mülleimer (sollte eigentlich selbstverständlich sein). Trenne auch im Urlaub den Müll (soweit das im Zielland möglich ist). Und mach doch mal einem Beach-Clean-up mit.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite