Für Flugpassagiere, die mit SAS reisen wollen, gibt es auch nach fast einer Woche Streik noch immer keine wirklich guten Nachrichten. Ob in Schweden, Dänemark oder Norwegen: Auch am Mittwoch fielen wieder 504 Flüge bei SAS wegen des Streiks aus.

Frust macht sich auch heute an skandinavischen Flughäfen breit: Die Airline strich bereits am Morgen zusätzlich 280 Flüge.

Hunderte SAS-Flüge auch am Donnerstag gestrichen

Insgesamt werden mehr als 700 Verbindungen am Donnerstag ausfallen. SAS bietet betroffenen Reisende noch immer eine kostenlose Umbuchung an. Nach Angaben der Airline werden allein heute 34.000 Passagiere betroffen sein – wenn es nicht im Laufe des Tages zu einer Einigung im Tarifstreit kommt. 

Könnten Passagiere schon ab dem Mittag wieder mit SAS reisen? 

Etwas Hoffnung gibt es für alle Flugreisenden am siebten Streiktag: Seit Mittwochmorgen versuchen die Gewerkschaft der Piloten und die Airline mithilfe eines Mediators zu einer Einigung zu kommen.

Pressesprecher Knut Morten Johansen ist zuversichtlich und sagte dem norwegischen Nachrichtendienst „NRK“, dass sie in den Gesprächen in einer guten und konstruktiven Phase eingetreten seien, „in der wir diesen tragischen Streik mithilfe des nationalen Vermittlers hoffentlich beenden können“. 

Passagiere warten am Service-Schalter von SAS im Flughafen Stockholm/Arlanda.
Zehntausende Passagiere strandeten in den vergangenen Tagen an skandinavischen Flughäfen. Auch Verbindungen nach Deutschland fielen aus. Foto: imago images / Xinhua

Johansen hofft, dass die am Morgen gestrichenen Flüge auch die letzten sein werden: „Wenn wir eine Vereinbarung treffen, werden wir alles tun, um den bestehenden Zeitplan nach 14 Uhr einzuhalten.“

Die Ergebnisse der Verhandlungen in Oslo sollen dann auch für die Piloten in Schweden und Dänemark gelten, berichtet die schwedische Nachrichtenseite „The Local“.

Darum streiken Piloten bei SAS

Mehr als 3.300 annullierte Flüge und 300.000 betroffene Passagiere – das ist die Bilanz, seitdem die rund 1.500 SAS-Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark am Freitag ihre Arbeit niederlegten.

Der Megastreik ist die Konsequenz eines monatelangen Tarifkonflikts. Noch immer kämpfen die Piloten für bessere Arbeitsbedingungen wie mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag und 13 Prozenz mehr Gehalt.