„Flug verspätet“ – diese Info auf der Anzeigetafel im Flughafen ist ärgerlich, schockiert aber wohl mittlerweile keinen Passagier mehr. Immerhin war das Flug-Jahr 2018 von gestrichenen und verzögerten Flügen geprägt, und für 2019 sieht die Prognose ebenfalls düster aus.

Aber 52 Stunden Verspätung?! Damit mussten sich die Passagiere des Fluges MT2753 rumschlagen. Denn Thomas Cook ließ die Reisenden am Flughafen von Orlando mehrere Tage auf den Rückflug warten.

Der Grund: Ein Gepäckwagen war in das Flugzeug gefahren.

Gepäckwagen rammt Flugzeug: Thomas Cook lässt Passagiere stundenlang warten

Statt am Samstagmorgen bereits auf dem Weg nach Manchester zu sein, verbrachten die Urlauber mehrere Stunden ohne genaues Update im Flieger. Das Boarding hatte bereits begonnen, als ein Gepäckwagen den Flieger beschädigte, teilte Thomas Cook auf reisereporter-Nachfrage mit. 

Die bereits eingestiegenen Passagiere sollten erst mal im Flieger warten. Nach eineinhalb Stunden gab es Getränke und Snacks. Als der Defekt allerdings auch zwei Stunden später noch immer nicht behoben war, forderte der Pilot selbst dazu auf, die Passagiere zum Gate zurückzubringen. Diese wurden zu einem nahe gelegenen Hyatt-Hotel gebracht.

Flug verspätet sich – um 52 Stunden!

Doch offenbar war nicht allen Passagieren klar, wie lange sie dort bleiben sollten. Einen Passagier beispielsweise erreichte die Nachricht über die Megaverspätung erst, als er bereits wieder aus dem Hotel ausgecheckt hatte und erneut zum Flughafen aufgebrochen war: „Uns wurde gesagt, dass sich unser Flug um 52 Stunden verspätet!? Was zur Hölle?“

Er wurde offenbar zuvor in dem Glauben gelassen, dass der Flug noch am selben Tag abheben würde. Er verbrachte deshalb die Nacht am Flughafen – und schreibt in einem anderen Tweet, dass er noch nicht einmal einen der verteilten Verzehrgutscheine in Höhe von 45 Pfund (umgerechnet rund 52 Euro) erhalten habe.

Schlechte Kommunikation und schlechter Service – Passagiere sind sauer auf Thomas Cook 

Und mit seiner Wut ist er nicht allein. Weitere User beschweren sich: „Der Mangel an Infos und die fehlende Anwesenheit vom Thomas-Cook-Personal ist ziemlich schlecht“, twittert einer von ihnen.

Eine andere Userin schreibt, dass sie nie wieder mit Thomas Cook reisen möchte: „Es gab nur einen Bus, um 300 Leute zu einem 30 Minuten entfernten Hotel zu bringen.“

Erst nach 51 Stunden und 55 Minuten endete für die Passagiere die Odyssee und sie hoben endlich Richtung England ab – in einer Ersatzmaschine.