SAS-Piloten streiken weiter: Flugausfall betrifft 110.000 Passagiere

SAS-Piloten streiken weiter: 110.000 Passagiere betroffen

SAS-Passagiere müssen auch am Montag und Dienstag mit massiven Einschränkungen rechnen. Die skandinavische Airline hat angekündigt, 1.200 Flüge zu streichen. Auch Verbindungen nach Deutschland sind betroffen.

Auf der Anzeigentafel stehen mehrere SAS-Flüge, die wegen des Streiks ausfallen.
Flug fällt aus: Mit diesem Anblick müssen Passagiere von SAS auch am Montag und Dienstag rechnen.

Foto: imago images/Xinhua

Lange Gesichter bei Reisenden mit SAS: Allein 667 Flüge mit 60.831 Passagieren wurden am Montag annulliert. Insgesamt sollen am Montag und Dienstag 1.200 Flüge ausfallen – davon wären 110.000 Passagiere betroffen. Das berichtet der norwegische Nachrichtensender „NRK“. 

Bereits seit Freitag befinden sich die Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark im Arbeitsausstand. „Wir haben großes Mitgefühl für die Passagiere und bedauern es sehr“, teilte der Geschäftsführer Rickard Gustafson auf Twitter mit.

Über 1.400 SAS-Piloten streiken

Seit Freitag stehen mehr als 1.400 Piloten im Streik. Nach Angaben von SAS waren bereits am ersten Tag 72.000 Passagiere betroffen, 673 Flüge fielen aus.

Am vergangenen Wochenende annullierte die Airline dann weitere 900 Flüge, sowohl Inlandsflüge als auch europäische Verbindungen und Langstreckenflüge. Rund 98.000 Passagieren blieben ungewollt am Boden.

SAS-Streik betrifft auch Flüge nach Deutschland

Auch Verbindungen nach Deutschland fielen aus: Gestrichen wurden SAS-Flüge von Kopenhagen nach Hamburg, Frankfurt und München, von Stockholm nach Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf sowie von Oslo nach München und Berlin. Nach wie vor können betroffene SAS-Passagiere ihre Tickets umbuchen.

Keine Lösung im Tarifkonflikt mit den Piloten in Sicht

Die SAS-Piloten forden rund 13 Prozent mehr Gehalt und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag. Die Airline versprach, sich die Arbeitseinsätze näher anzusehen, will bislang aber nur 2,3 Prozent mehr Lohn zahlen. 

Gespräche mit den SAS-Gewerkschaften, die rund 1.500 Piloten in NorwegenSchweden und Dänemark vertreten, waren vor dem Streik abgebrochen worden. SAS hatte 2012 kurz vor dem Konkurs gestanden und die Gehälter vieler Mitarbeiter gesenkt.

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