London: Dieser Automat druckt kostenlose Geschichten aus

London: Dieser Automat druckt kostenlose Geschichten aus

Kostenlose Kurzgeschichten auf Knopfdruck – das versprechen die Automaten, die jetzt erstmalig in Großbritannien in London aufgestellt wurden. Von Krimis zu Romanen und Science-Fiction ist alles dabei.

Leonie Backhaus
Short édition Geschichten-Automat.
Wie wäre es mit einer kurzen Geschichte für zwischendurch? Diese kannst du kostenlos aus den Literatur-Automaten bekommen, die jetzt in London stehen.

Foto: instagram.com/easy_vending (Screenshot)

Du kennt es vielleicht auch: Oft fängt man Bücher an zu lesen, die dann doch irgendwann – aufgrund von Zeitmangel oder Ablenkung durch soziale Medien – nicht fertig gelesen in der Ecke landen. 

Daher kam das französische Unternehmen „Short Édition“ auf folgende Idee: Automaten, die kostenlose Kurzgeschichten drucken. Diese können in drei bis fünf Minuten beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause gelesen werden können.

Es handelt sich dabei um Stories, die von modernen Krimis, Science-Fiction und Romanzen bis hin zu Virginia Woolf und Charles Dickens reichen. Die Literatur-Automaten sind die ersten dieser Art, die in England im Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf zu finden sind.

Das steckt hinter den Kurzgeschichten-Automaten

„Short Édition“ hat die Maschinen 2011 entwickelt und vermietet sie seitdem an Organisationen wie Universitäten, Flughäfen, Bibliotheken für umgerechnet rund 470 Euro.

Die Geschichten werden dabei auf umweltfreundlichem Papyruspapier gedruckt und sind auf Knopfdruck erhältlich. Der erste Geschichten-Automat wurde 2011 am Flughafen Charles de Gaulle in Paris aufgestellt.

Bereits in 200 Orten der Welt sind die Automaten vertreten

Seither  wurden mehr als drei Millionen Kurzgeschichten von 9.000 Autoren in 200 Orten auf der Welt ausgedruckt, darunter in China, Frankreich, USA und Kanada.

53 Millionen Bücher werden in Großbritannien nicht zu Ende gelesen

Studien, die von der Canary Wharf Group initiiert wurden, zeigten, dass mehr als 53 Millionen Bücher im UK nicht zu Ende gelesen werden. Grund dafür sei Zeitmangel, der vor allem mit dem ständigen Rumscrollen auf Social Media zusammenhänge, wie das „World Economic Forum“ berichtet.

Mehr als ein Drittel der Briten (36 Prozent) haben mindestens ein Buch im vorherigen Jahr nicht zu Ende gelesen.

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