Die Piloten der skandinavischen Fluggesellschaft SAS sind in Dänemark, Norwegen und Schweden in den Streik getreten. Eine von der Pilotenvereinigung SPG gesetzte Frist um Mittenacht in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist abgelaufen – ohne Einigung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite.

Streik: 673 SAS-Flüge gestrichen, 72.000 Passagiere betroffen

Es streiken 1.400 Piloten, bis Freitagvormittag wurden bereits 673 inländische, europäische und interkontinentale Flüge annulliert, das berichtet das Schweizer Reiseportal „Travelnews“. Etwa 72.000 Passagiere sind bislang betroffen. 

334 Flüge von SAS-Partnern konnten offenbar abheben. SAS-Passagiere, die ein Ticket für dieses Wochenende haben, können es nach wie vor kostenlos umbuchen.

Piloten wollen 13 Prozent mehr Lohn

Die Pilotenvereinigung SPG hatte für ihre 1.500 Mitglieder, die bei SAS arbeiten, eine bessere Arbeitszeitplanung und 13 Prozent mehr Lohn gefordert. Die Airline versprach, sich die Arbeitseinsätze näher anzusehen, und ist bislang lediglich bereit, 2,3 Prozent mehr Lohn zu zahlen.

SAS teilte mit: Sollten die Forderungen nach 13 Prozent mehr Lohn für die 1.500 Piloten erfüllt werden, bedeutete das „stark negative Konsequenzen für das Geschäft der Fluggesellschaft“.