Live-Video: Touristin aus Südkorea im Brauhaus rassistisch beleidigt

Im Brauhaus: Touristin aus Südkorea rassistisch beleidigt

Sie streamte alles live im Netz: Eine Südkoreanerin hat während ihres Urlaubes in Deutschland in einem Brauhaus in Berlin gegessen. Dort wurde sie von Männern aufs Übelste rassistisch beleidigt.

Die Südkoreanerin Giannie Lee wurde in diesem Brauhaus auf dem Ku’damm in Berlin rassistisch beleidigt – während eines Livestreams.
Die Südkoreanerin Giannie Lee wurde in diesem Brauhaus auf dem Ku’damm in Berlin rassistisch beleidigt – während eines Livestreams.

Foto: twitter.com/Rod Breslau (Screenshot)

Das macht einfach nur fassungslos: Giannie Lee aus Südkorea hat während ihrer Deutschland-Reise Livestreams auf der Plattform Twitch gesendet und darin von ihren Erlebnissen erzählt. 

Als sie ein Live-Video in einem Brauhaus in Berlin drehte, wurde die 33-Jährige Opfer von Rassismus – mitten auf dem Ku’damm, vor der Kamera, in der Öffentlichkeit.

Im Live-Stream: Deutsche Männer äffen Touristin aus Südkorea nach

Darin zu sehen: Zwei deutsche Männer setzen sich nacheinander neben die Frau. Sie ziehen ihre Augen mit Fingern zu schmalen Schlitzen und machen Geräusche, mit denen sie offenbar eine asiatische Sprache nachäffen. 

Das Video verbreitete sich rasend schnell: Auf Twitch hat es fast eine Million Aufrufe, ein auf Twitter geteilter Ausschnitt wurde mehr als 1,7 Millionen Mal angeschaut.

Beeindruckend: Giannie bleibt cool und reagiert ganz ruhig. Zu dem zweiten Mann sagt sie auf Englisch: „Hey, das ist Rassismus. Ich liebe Deutschland. Sei bitte kein Rassist, sei nett.“ Der Deutsche setzt sich daraufhin wieder weg.

„Ich war nicht böse. Ich dachte, sie sind einfach sehr betrunken. Ich hatte auch das Gefühl, dass ihnen gar nicht klar war, wie unhöflich sie waren“, sagte die 33-Jährige der „FAZ“.

Als Streamerin treffe sie öfter auf unangenehme Leute. Bereits vor dem Vorfall im Brauhaus habe sie einen „unangenehmen Vorfall“ erlebt: „Eine Gruppe hat mir ‚Ching, chang, chong‘ und ähnliche Sachen hinterhergerufen. Das hat mich sehr traurig gemacht, und ich habe sie angeschrien, was das soll. In dem Moment habe ich mich auch bedroht gefühlt.“

Insgesamt reise sie aber mit einem guten Gefühl weiter durch Deutschland, denn die meisten Menschen seien sehr nett gewesen.

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