Auf diesen Routen reist du nicht nur bequem, sondern auch für wenig Geld quer durch Europa und kannst dir die lange Fahrt mit dem Blick auf malerische Landschaften vertreiben. Diese zehn Highlights erreichst du nicht direkt mit dem Flugzeug, auch nicht mit dem Zug, sondern nur mit dem Fernbus.

1. Schottland: Edinburgh–Tarbert (5 Stunden Fahrt, ab 34 Euro)

Falls du während eines Städtetrips in Edinburgh etwas Landluft schnuppern willst, kannst du mit dem Fernbus in fünf Stunden in Richtung Westschottland nach Tarbert fahren. Die Strecke führt dich am Loch Lomond und den Trossachs-Nationalpark vorbei.

Das Dorf Tarbert an sich ist mit seinen rund 1.300 Einwohnern recht beschaulich – einen selbst gebrannten Whisky bekommst du aber auch dort zum Beispiel bei der „Harris Distillery“.

Loch Lomond im Nationalpark „Loch Lomond and the Trossachs“.
Loch Lomond ist Teil des Nationalparks „Loch Lomond and the Trossachs“ und soll der schönste See Schottlands sein. Foto: Loch Lomond & The Trossachs National Park Authority

2. Schottland: Stirling–Campbeltown (mehr als sieben Stunden, ab 39 Euro)

Auch auf dieser Strecke, welche die Reiseplattform Omio vorstellt, passierst du den Nationalpark, nämlich um zur Welthauptstadt des Whiskys zu gelangen: Campbeltown.

Die Tour ist was für Busliebhaber, die genug Sitzfleisch für die siebenstündige Fahrt entlang der Küste und quer durch Schottland haben. 

3. England: North Hykeham–Louth (eine Stunde und 50 Minuten, ab 12 Euro)

Das volle England-Klischee gibt es auf der Busfahrt von North Hykeham nach Louth. Du durchquerst mehrere Nationalparks wie den Lincolnshire-Wolds-Nationalpark, kannst von den englischen Landhäusern auf der Strecke träumen und je nach Jahreszeit aus dem Bus das satte Gelb der blühenden Rapsfelder in Fotos festhalten. Das Stadtbild deines Reiseziels in Ostengland, die Kleinstadt Louth, ist von Ziegelbauten geprägt. 

4. England: Grasmere–Windermere (15 Minuten, ab 12 Euro)

Wenn langes Sitzen im Bus dich eher nervt als entspannt, könnte diese Fahrt was sein. In einer Viertelstunde kommst du vom Nordwesten Englands, genauer von Grasmere, zum größten See des Landes: Windermere.

Auf dem Weg dorthin kannst du schon mal einen Blick auf das National-Trust-Denkmal Wray Castle werfen, ein imposantes Gebäude im viktorianisch-neugotischen Stil. 

5. Skandinavien, Norwegen: Gudvangen–Bergen (zwei Stunden und 40 Minuten, ab 18 Euro)

Wie wär’s mit einem Städtetrip nach Bergen? Direkt mit dem Bus kommst du von Gudvangen hin. Der Ort sagt dir vielleicht nichts. Sagen kannst du im Nachhinein, dass du auf einem der steilsten Straßenabschnitte Nordeuropas gefahren bist, der Stalheimskleiva-Straße.

Der Blick vom Hotel Stalheim.
Eine der steilsten Straßen Nordeuropas: Die Stalheimskleiva schlängelt sich in 13 Haarnadelkurven zum Hotel Stalheim hinauf. Von der Straße hat man einen Ausblick auf die Wasserfälle Stalheimsfossen (126 Meter) und Sivlefossen (142 Meter). Foto: imago/Chromorange

Unterwegs gibt’s auch zwei Wasserfälle zu bestaunen – und die Landschaft ist geprägt von Bergen und Fjorden.

6. Spanien: Santander–Bilbao (eine Stunde und 30 Minuten, ab 7 Euro)

Wenn es nach den Einheimischen geht, so nimmst du auf der Strecke von Santander nach Bilbao am besten den Bus. Schnell und direkt, außerdem hast du währenddessen einen tollen Ausblick auf den Nordatlantik.

Vorbei an Postkarten-Motiven wie den Städten Laredo und Casto Urdiales gelangen Reisende in eineinhalb Stunden von der Hauptstadt Kantabriens Santander zur Kunststadt Bilbao.

7. Xàbia–Alicante (zweieinhalb Stunden, ab 11 Euro)

Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die hügelige Landschaft Südostspaniens. So sieht die Fahrt an der beliebten Costa Blanca aus. Ausstieg ist dann im bekannten Urlaubsort Alicante.

8. Granada–Málaga (eine Stunde und 50 Minuten, ab 12 Euro)

Wer einen Roadtrip durch Andalusien plant, ist nicht nur mit dem Mietwagen gut unterwegs, sondern auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Alhambra in Granada vor der Sierra Nevada.
Schon von Weitem erblickst du von der Straße die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada in Granada. Foto: unsplash.com/Wllian Justen de Vasconcellos

Zwischen der Bergstadt Granada und der belebten Metropole Málaga fahren stündlich Busse. Während der Busfahrt bekommst du ein Feeling für das einfache Leben in Andalusien zwischen den endlos scheinenden Olivenhaien.

9. Italien: Bari–Gallipoli (dreieinhalb Stunden, ab 18 Euro)

Olivenbäume, wohin das Auge reicht, gibt es auch im Südosten Italiens, in Apulien. An der Adria entlang passierst du mit dem Bus einige Küstenorte. Einen Abstecher wert ist Polignano a Mare, welches von hohen Felsen umschlossen wird, die zum Sonnenunterganggucken einladen.

Die Bucht von Polignano a Mare.
Polignano a Mare liegt direkt an der Adria, etwa 33 Kilometer südöstlich von Bari. Im Ortsteil San Vito befindet sich ein großer Klosterkomplex der Benediktiner. Foto: pixabay.com/modestodeluca89

10. Italien: Rom–Teramo (mehr als zwei Stunden, ab 8 Euro)

Auf der Busreise von der italienischen Hauptstadt Rom nach Teramo erstreckt sich der Gebirgszug Appenin – der höchste Berg misst fast 3.000 Meter.