Easyjet-Passagiere müssen bald auf Erdnüsse verzichten

Easyjet-Passagiere müssen bald auf Erdnüsse verzichten

Es hat sich ausgesnackt: Easyjet schafft einen echten Kultsnack ab und serviert bald keine Erdnüsse mehr an Bord. Die britische Airline macht das, um die Sicherheit der Passagiere zu garantieren.

Erdnuss-Snacks? Nicht mehr bei Easyjet. (Symbolfoto)
Erdnuss-Snacks? Nicht mehr bei Easyjet. (Symbolfoto)

Foto: imago/Manfred Segerer

Easyjet wird keine Tüten mit Erdnüssen mehr zum Snacken verteilen. Gerichte, die Nüsse enthalten, werden verbannt. Und wenn ein Passagier mit Nussallergie an Bord ist, dürfen die anderen Fluggäste auch selbst mitgebrachte Nuss-Snacks nicht mehr essen.

Bisher hat Easyjet zum Beispiel Erdnüsse und Baklava verkauft. „Wir stellen den Verkauf von Nussprodukten ein und werden den Rest der nusshaltigen Produkte in den kommenden Monaten aus dem Sortiment nehmen“, teilt die Airline auf Twitter mit. 

Die Reaktionen sind positiv. „Danke und gut gemacht. Das wird Flüge für Nussallergiker sehr viel weniger stressig machen“, schreibt zum Beispiel Nutzerin Nicola. Jasmin twittert: „Bin glücklich, die Ankündigung zu hören, dass keine Nüsse mehr verkauft werden.“

Erdnüsse im Flugzeug sind lebensbedrohlich für Allergiker

Für Allergiker können Erdnüsse im Flugzeug lebensbedrohlich sein. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt davor, dass bereits Mikrogrammmengen ausreichen könnten, um einen lebensgefährlichen Schock auszulösen.

Die amerikanische Billig-Airline Jetblue richtet deshalb sogenannte Buffer-Zones um Fluggäste mit Allergie ein. Bedeutet: Um sie zu schützen, werden in den Reihen vor und hinter Allergikern keine Erdnüsse serviert. Und wie sieht’s bei anderen Airlines aus?

Welche Airlines noch Erdnüsse servieren

Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa serviert keine Erdnüsse auf ihren Flügen. Aber: „Trotzdem kann nicht garantiert werden, dass die Flugzeuge und Speisen an Bord absolut frei von Erdnüssen oder Erdnussprodukten sind oder mitreisende Passagiere keine erdnusshaltigen Produkte mit an Bord bringen“, teilt die Airline mit.

Das medizinisch ausgebildete Personal habe jedoch im Falle einer Unverträglichkeit oder eines allergischen Schocks jederzeit Zugriff auf Medikamente für die Notfallversorgung. 

Condor kann nach eigenen Angaben weder in Flugzeugkabinen noch am Flughafen eine allergikerfreundliche beziehungsweise nussfreie Umgebung garantieren. Die Airline serviert Nüsse an Bord und hat einige Ratschläge für Nussallergiker. 

Sie sollen ein medizinisches Alarmband tragen. Wenn sie eine Allergiker- oder nussfreie Mahlzeit brauchen, „bringen Sie bitte Ihre eigene Verpflegung mit, die an Bord nicht gekühlt oder aufgewärmt werden muss“.

Auch Tuifly serviert Nüsse.

Ryanair: Nuss-Allergiker sollen die Airline informieren

Ryanair verkauft – nach Angaben der Menükarte an Bord – Nutella und Mandeln. Wenn Allergiker mitfliegen, sollen sie die Billig-Airline informieren, die dann reagiere.

Auf der Website heißt es: „Vor dem Start wird dann eine Nachricht mit dem Hinweis ausgegeben, dass während des Fluges keine Produkte mit Nüssen verkauft werden. Die Besatzung des Flugzeugs wird auch verlangen, dass andere Passagiere die Nüsse nicht öffnen oder essen, jedoch kann Ryanair nicht garantieren, dass keine Nüsse an Bord vorhanden sind.“

British Airways serviert keine Snacks mit losen Nüssen. Jedoch könnten Mahlzeiten Nüsse enthalten. Wenn ein Passagier es wünsche, „macht die Kabinencrew eine Durchsage für die anderen Passagiere“, heißt es auf der Website.

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