In den Negativ-Rankings der schlechtesten Flughäfen der Welt ist der Tribhuvan International Airport seit Jahren weit vorn mit dabei. Wer in der Hauptsaison hier landet, versteht sofort, warum: Dreckige Toiletten, lange Schlangen an den Visa-Schaltern und Chaos bei der Gepäckausgabe machen die Einreise nach Nepal zur Tortur.

Du kannst Zeit sparen, indem du dein Touristenvisum schon zu Hause beantragst. Dann kann es jedoch immer noch passieren, dass du mehr als eine Stunde auf deinen Koffer warten musst – gemeinsam mit etlichen anderen Passagieren, die sich um die drei Gepäckbänder drängen.

Der Tribhuvan Airport ist bis heute Nepals einziger internationaler Flughafen.
Der Tribhuvan Airport ist bis heute Nepals einziger internationaler Flughafen. Foto: Susanne Helmer

Dass der Tribhuvan Airport – bis heute Nepals einziger internationaler Flughafen – völlig überlastet ist, bekommen viele Reisende schon in der Luft zu spüren: Häufig können Flugzeuge nicht planmäßig landen, weil die Landebahn nicht frei wird. Dann fliegen sie Warteschleifen über der Stadt und drehen im schlimmsten Fall ins indische Neu-Delhi ab. 

Als wäre all das nicht genug, wird die einzige Landebahn an Nepals einzigem internationalem Flughafen zurzeit repariert – übrigens zum ersten Mal seit 1980. Voraussichtlich bis Ende Juni ist das Rollfeld am Flughafen von Kathmandu deshalb zehn Stunden täglich gesperrt. 

Nepal: Nicht ohne deine Maske

Die Luftverschmutzung in Nepal zählt mit zu den gravierendsten der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des „Health Effects Institute“ in Boston. Staub, Rauch und Abgase sind vor allem in der Hauptstadt Kathmandu ein Riesenproblem, nicht ohne Grund trägt sie die Spitznamen „Maskmandu“ und „Dustmandu“. 

„Maskmandu“: Für dicke Luft sorgen nicht zuletzt Abgase.
„Maskmandu“: Für dicke Luft sorgen nicht zuletzt Abgase. Foto: Susanne Helmer

Auch Touristen besorgen sich besser eine Maske. Die gibt es in Kathmandu in jedem Supermarkt zu kaufen. Wichtig ist: Einfache OP-Masken sind nach Auffassung von Medizinern nicht so effektiv. Ratsam sind stattdessen spezielle Feinstaubmasken mit Filter. Du erkennst sie an den Aufdrucken „N95“ oder „PM 2.5“.

Feinstaubmaske in Kathmandu.
Wichtiges Accessoire in Kathmandu: eine Feinstaubmaske. Foto: Susanne Helmer

Durch Kathmandu kannst du „tootlen“

Zwar gibt es Stadtbusse, sie sind aber oft überfüllt. Fahrpläne sind für Reisende zudem kaum durchschaubar und Haltestellen schwer als solche zu erkennen. So bleibt ihnen meist nur das Taxi. Und das kann teuer werden: Viele Fahrer weigern sich, das Taxameter einzuschalten, und knöpfen Touristen oft ein Vielfaches des eigentlichen Fahrpreises ab.

Faustregel: Für kürzere Strecken in der Innenstadt solltest du nicht mehr als 200 Rupien zahlen. Die Fahrt vom Touristenviertel Thamel zum Stupa von Bodnath sollte maximal 600 Rupien kosten. Nachts betragen die Preise das Anderthalbfache.

Eine kostengünstige Alternative, die bei Locals extrem beliebt ist, ist die App „Tootle“: Darüber bieten Privatleute an, Nutzer auf ihrem Roller oder Motorrad von A nach B zu bringen.

Registrieren kann sich allerdings nur, wer eine nepalesische Handynummer hat. Und: Die Fahrer stellen für den Fahrgast keinen Helm zur Verfügung, weil es in Kathmandu üblich ist, dass Beifahrer keinen Kopfschutz tragen. Es ist und bleibt also ein Risiko.

Die Helmpflicht gilt in Nepals Hauptstadt nicht für Beifahrer.
Die Helmpflicht gilt in Nepals Hauptstadt nicht für Beifahrer. Foto: Susanne Helmer

Fahr nach Jhamel statt nach Thamel

In Thamel reihen sich Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants aneinander. Das Viertel im Herzen von Kathmandu ist seit Jahrzehnten die touristische Hochburg der Stadt. Entsprechend wuselig, laut und ungemütlich sind seine Straßen.

Vor einigen Jahren hat sich eine Alternative etabliert: Jhamsikhel, in Anlehnung an Thamel auch Jhamel genannt – ein Stadtteil in der südlich an Kathmandu angrenzenden Stadt Lalitpur.

Musikschule und Hangout mit coolen Cafés in einem: Das „Kathmandu Jazz Conservatory“ ist das kulturelle Herz von Jhamiskhel
Musikschule und Hangout mit coolen Cafés in einem: Das „Kathmandu Jazz Conservatory“ ist das kulturelle Herz von Jhamsikhel. Foto: Susanne Helmer

Eine Vielzahl von Unterkünften, Läden und Lokalen hat inzwischen in der relativ grünen Gegend eröffnet, allerdings geht es hier noch immer recht entspannt zu. Kein Wunder, dass sich Expats besonders gern in Jhamsikhel niederlassen.