Trauer und Wut: Noch immer machen die Bilder der furchtbaren Anschlagsserie auf der Tropeninsel Sri Lanka fassungslos.

Während der Ostermesse am gestrigen Sonntagmorgen wurden mehrere Kirchen in Sri Lankas Hauptstadt Colombo zur Zielscheibe einer ganzen Anschlagsserie. Denn auch in drei Fünf-Sterne-Hotels gab es Explosionen: im Shangri-La, im Cinnamon Grand und im Kingsbury. 

Sieben Selbstmordattentäter zündeten Sprengsätze an ihren Körpern und rissen so nach aktuellem Stand 290 Menschen in den Tod, rund 500 seien verletzt worden. Unter den Todesopfern sind nicht nur Einheimische, sondern offenbar auch Ausländer aus den USA, England und den Niederlanden.

Drei deutsche Reiseveranstalter gaben nun bekannt, dass ihre Gäste alle wohlauf seien, das berichtet die „Berliner Morgenpost“. 

Anschläge auf Sri Lanka: Urlaubsgäste von deutschen Reiseveranstaltern unverletzt

Die Tropeninsel Sri Lanka wird auch bei deutschen Touristen immer beliebter. Allein der Reiseveranstalter Tui zählt derzeit 150 Gäste auf der Insel: „Nach jetzigem Stand sind keine Tui-Gäste von den Explosionen betroffen“, sagte eine Sprecherin. Man versuche, die etwa 150 Gäste landesweit auf dem Handy oder über die Reiseleitungen vor Ort zu kontaktieren. 

Auch weitere große deutsche Reiseveranstalter versuchen seit gestern zu klären, ob ihre Gäste in Sicherheit seien. Mit DER-Touristik sollen Touristen im knapp vierstelligen Bereich nach Sri Lanka gereist sein – nach Angaben des Veranstalters seien aber alle Gäste unversehrt, die angebotenen Hotels seien nicht von den Anschlägen betroffen. 

Deutsche Reiseveranstalter helfen Touristen bei vorzeitiger Abreise

Dennoch sagten Reiseveranstalter am Sonntag Ausflüge über Sri Lanka ab, Urlauber sollen zurück in ihre Hotels gebracht worden sein. Obwohl Thomas Cook derzeit keine Gäste in den betroffenen Hotels hat, rechne der Veranstalter trotzdem mit erheblichen Einschränkungen und rät allen Touristen, in ihren Unterkünften zu bleiben und die Haupstadt Colombo nicht zu besuchen.

Die Konzerne kündigten unterdessen an, Touristen vor Ort helfen zu wollen, wenn diese vorzeitig abreisen wollen würden. Thomas Cook und Tui wollen kostenlose Stornierungen für ganz Sri Lanka für alle Abreisen bis zum 23. April 2019 zulassen. 

Lage im Land ist noch immer unübersichtlich

Die Veranstalter stehen in engem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt. Noch immer sei die Lage im Land unübersichtlich, teilte das Auswärtige Amt mit und hat seine Reisehinweise für Sri Lanka aktualisiert: „Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.“

Auf Twitter informiert das Auswärtige Amt Touristen über die aktuellen Entwicklungen. 

Mit Einschränkungen wie Absperrungen, Behinderungen im Flugverkehr und stärkeren Kontrollen am Flughafen sei weiterhin zu rechnen. Besorgte Angehörige können sich unter der Telefonnummer 030-50000 melden.