Anschläge in Sri Lanka: Was Reisende jetzt wissen müssen

Anschläge in Sri Lanka: Was Reisende wissen müssen

Nach mehreren Explosionen in der und um die Hauptstadt Colombo herrscht in Sri Lanka derzeit der Ausnahmezustand. Der reisereporter erklärt, was die Lage für Urlauber in dem Inselstaat bedeutet.

Bewaffnete Soldaten bewachen die St. Anthony’s Church in Colombo, in der bei einer der Explosionen zahlreiche Gläubige verletzt und getötet wurden.
Bewaffnete Soldaten bewachen die St. Anthony’s Church in Colombo, in der bei einer der Explosionen zahlreiche Gläubige verletzt und getötet wurden.

Foto: imago images/Zuma Press/Xinhua

Bei insgesamt acht Explosionen wurden am Ostersonntag mindestens 290 Menschen getötet, 500 weitere wurden verletzt. Die Anschläge hatten mehrere Kirchen und Hotels in der Hauptstadt Colombo und dem benachbarten Negombo getroffen. 

Nach mehreren Explosionen: Sri Lanka hat Ausgangssperre verhängt

Bereits am Sonntag wurde bis Montagmorgen 6 Uhr (Ortszeit) eine Ausgangssperre verhängt. Diese wurde zunächst ausgesetzt, tritt jedoch ab Montagabend von 20 Uhr (Ortszeit) bis voraussichtlich Dienstagmorgen um 4 Uhr (Ortszeit) wieder in Kraft. Urlauber und Einheimische sollten in ihren Häusern beziehungsweise an einem anderen sicheren Ort bleiben. 

Reisenden wird empfohlen, der Situation in den lokalen Medien zu folgen und mit Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften in Kontakt zu bleiben. Außerdem sollten sie den Anweisungen der Sicherheitsmitarbeiter Folge leisten. 

Neben Straßensperren ist mit weiteren Beeinträchtigungen beim Reisen zu rechnen, darunter im Flugverkehr sowie bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Flugreisende sollten demnach spätestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen. Fahrten zum Flughafen mit gültigem Reisepass und Flugticket sind trotz Ausgangssperre erlaubt.

Wie Angehörige mit Urlaubern in Sri Lanka in Kontakt treten können

Da die Internet- und Telefonverbindungen in Colombo komplett überlastet sind, rät das Auswärtige Amt, Familie oder Freunde, die derzeit in Sri Lanka sind, per SMS zu kontaktieren: „Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie nicht sofort eine Antwort erhalten, und versuchen Sie es erneut“, schreibt das Krisenreaktionszentrum in einem Tweet.

Das Auswärtige Amt hat außerdem einen Krisenstab eingerichtet, besorgte Angehörige können sich unter der Telefonnummer 030-50000 melden.

Das wissen wir über die Anschläge in Sri Lanka

Nach bisherigen Angaben kamen bei den Explosionen in drei Kirchen und mindestens drei Hotels mindestens als 290 Menschen ums Leben, 500 weitere wurden verletzt. 

Die Polizei teilte am Sonntagabend (Ortszeit) mit, dass Selbstmordattentäter an mindestens zwei der insgesamt acht der Explosionen beteiligt gewesen sein sollen. Das berichtet die „Hindustan Times“. Die Polizei hat bislang 24 Verdächtige festgenommen.

Mittlerweile ist bekannt, dass auch unter den Opfern ein Deutsch-Amerikaner sein soll. Die deutsche Botschaft in Colombo arbeitet derzeit mit den lokalen Behörden zusammen.

„Deutschland steht Sri Lanka als Partner in dieser schweren Stunde zur Seite. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und bei den vielen Verletzten“, sagte Außenminister Heiko Maas in einer Mitteilung.

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