Australien: Paar strandet in Outback – Hilferuf im Schlamm

Australien: Paar strandet in Outback – Hilferuf im Schlamm

Im Norden von Australien ist ein Paar mit dem Auto im Outback stecken geblieben. 26 Stunden lang fürchteten sie, von Krokodilen gefressen zu werden – bis ihr ungewöhnlicher Hilferuf erhört wurde.

Das Auto blieb im Outback stecken
Das Auto blieb im australischen Outback stecken, doch über den Hilferuf konnte das Paar gefunden werden.

Foto: WA Police Force

Sie wollten mit ihrem kleinen Welpen nur zum Angeln, doch für Shantelle Johnson (18) und Colen Nulgit (20) wurde ihr kleiner Trip lebensgefährlich.

Der Geländewagen des jungen Paares blieb in einem Flussbett im Keep-River-Nationalpark im Nordwesten von Australien stecken – in einem Gebiet, das für seine Krokodil-Population bekannt ist.

Zunächst kauerte sich das Paar mit Welpe Ace im Auto zusammen und verbrachte dort die Nacht. Allerdings stieg der Wasserpegel mit der Zeit. Deshalb verließen sie den Rückzugsort, nahmen alles mit und schlugen 30 Meter entfernt ein Lager auf. Das Paar hatte genug Wasser eingepackt, allerdings nur wenig Nahrung. 

„Wir hatten viel Angst und waren besorgt. Wir hatten kurz zuvor zwei, drei Krokodil-Spuren gesehen, die fünf, sechs Meter lang waren“, sagte der 20-Jährige gegenüber „ABC News“. Die beiden hätten sich gegenseitig dazu animiniert, positiv zu denken und sich zu beruhigen. 

Eltern informierten die Polizei über das Verschwinden

Um gefunden zu werden, schrieb das Paar in riesigen Buchstaben „HELP“ (Hilfe) in den Schlamm und malte einen Pfeil, der auf das Auto zeigte. Zudem machten sie ein Feuer, um auf sich aufmerksam zu machen.

Da die beiden die Mutter von Shantelle Johnson im etwa 90 Fahrminuten entfernten Kununurra informiert hatten, wohin sie fahren und wann sie zurück sein wollten, informierten diese die Polizei, als das Paar nicht auftauchte. „Es wäre wohl anders ausgegangen, hätten die beiden die Familie nicht informiert“, sagte Einsatzleiter Dean Andrzejaczek dem Portal. 

Nach 26 Stunden Todesangst wurden die beiden schließlich gefunden – ein zur Suche eingesetzter Helikopter entdeckte zunächst den Rauch, dann den Schriftzug. „Wir sind wirklich glücklich, dass wir es geschafft haben“, sagte der gerettete 20-Jährige.

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