Kenia: Skydiving am Diani Beach nach Tod von Urlauber verboten

Toter Tourist: Kenia verbietet Skydiving am Diani Beach

An Kenias berühmtestem Touristen-Strand Diani Beach ist das Skydiving ab sofort komplett verboten. Die regionale Regierung reagiert damit auf den Tod eines Sambiers, dessen Fallschirm sich nicht öffnete.

Skydiving ist am Diani Beach verboten.
Fallschirme am Himmel über dem Diani Beach wird es künftig nicht mehr geben.

Foto: imago images/Robert Caputo

Die lokale Regierung hat für Kenias berühmtem Traumstrand Diani Beach ein Skydive-Verbot verhängt. Jegliche Fallschirm-Aktivitäten am rund 100 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Hafenstadt Mombasa und der Landesgrenze zu Tansania wurden ab sofort für illegal erklärt. 

Damit reagieren die Behörden auf den Tod eines Touristen aus Sambia im März. Er war mit einer 14-köpfigen Gruppe unterwegs. Beim Absprung aus rund 3.600 Metern verhakten sich die Fallschirme des Mannes und eines Freundes. Die beiden konnten das Problem zwar lösen, doch danach öffnete sich nur noch ein Fallschirm. 

Der Anbieter hatte nur eine mündliche Genehmigung

Die Gruppe war mit einem lokalen Anbieter unterwegs, der von einem Briten geleitet wird. Der Brite hatte offenbar keine Genehmigung, Skydiving anzubieten, meldet die kenianische Zeitung „The Standard“. Der Anbieter hatte im Verhör angegeben, eine mündliche Absprache mit den Behörden gehabt zu haben. 

„Bis wir eine Reaktion von der nationalen Regierung haben, werden alle Skydiving-Aktivitäten aus Sicherheitsgründen ausgesetzt“, sagte Lokalchef John Elungata der Zeitung. Dem in Kenia lebenden Briten drohe nun die Ausweisung aus dem Land. 

Zudem wird geprüft, ob es sich tatsächlich um sambische Touristen handelt, da alle der sambischen Luftwaffe angehören. Kenia befürchtet eine Spionage-Aktion. Offiziell reiste die Gruppe mit Touristen-Visa ein.

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