Fiese Masche auf Teneriffa: Urlauber mit Drogen betäubt und ausgeraubt

Teneriffa: Urlauber mit K.-o.-Tropfen betäubt und ausgeraubt

Ein irischer Urlauber wurde auf Teneriffa Opfer einer fiesen Masche: Eine Frau besprühte ihn mit K.-o.-Tropfen, dann führte sie den 27-Jährigen zu einem Bankautomaten und plünderte seine Konten.

Richtig fiese Fasche: Auf Teneriffa wurde ein Urlauber mit K.-o.-Tropfen betäubt, dann wurden seine Bankkonten leer geräumt.
Für den Iren verwandelte sich der Urlaub auf Teneriffa in einen Albtraum. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Michael Weber

Die Konten sind leer geräumt, 600 Euro aus dem Portemonnaie sind weg, ebenso seine goldene Armbanduhr und das Smartphone: David Nelson ist in seinem Teneriffa-Urlaub ausgeraubt worden. Der Ire, der aktuell in der Schweiz lebt, will mit seiner „Horror-Erfahrung“ andere Touristen warnen.

Er machte im März mit Freunden Urlaub auf der beliebten Kanareninsel. Am 23. März ging die Gruppe an der Playa de Las Americas in Adeje, einem Ort im Südwesten der Insel, aus. Am Ende des Abends habe Nelson seine Freunde jedoch aus den Augen verloren und wollte sich daher ein Taxi besorgen, um ins Hotel zu kommen.

Urlauber auf Teneriffa unter Drogen gesetzt – Bankkonten leer geräumt

Da habe ihn eine Frau angesprochen und verführen wollen, so der 27-Jährige. Als er sie zurückwies, habe sie ihm eine Substanz ins Gesicht gesprüht.

„Später wurde ich von der Polizei darüber informiert, dass es die Vergewaltigungsdroge Scopolamin war“, sagte er dem irischen „Independent“. Sie ist auch als Devil’s Breath (auf Deutsch: Teufelsatem) bekannt.

An die Minuten danach hat David nur verschwommene Erinnerungen. „Die Droge verwandelt dich in einen Zombie“, so der Ire.

„Mein Handy wurde mir abgenommen, meine Golduhr, ein Armband und 600 Euro aus meinem Portemonnaie. Dann wurde ich zu einem Geldautomaten gebracht und die Frau hob von meinen irischen und Schweizer Bankkonten so viel wie möglich ab, bis die Auszahlung verweigert wurde.“ Die Frau soll lockiges Haar haben und zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein. 

Eine fiese Masche, aber leider kein Einzelfall. Die Polizei auf Teneriffa habe ihm erklärt, dass Touristen regelmäßig mit Scopolamin überwältigt würden.

Die K.-o.-Tropfen sind geruchs- und geschmacklos, so werden Opfer willenlos gemacht. Und weil Scopalamin schnell abgebaut wird, ist die Droge später im Körper kaum mehr nachzuweisen.

Auswärtiges Amt warnt vor Kriminalität in Spaniens Touristenzentren

Das Auswärtige Amt warnt Reisende vor der „hohen Kriminalitätsrate und Gefahren des Drogenmissbrauchs“ in Spanien. Bei Reisen nach Barcelona und Madrid sowie in die touristischen Zentren auf den Balearen, an der Mittelmeerküste und auf den Kanaren sei Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität angebracht.

Die Behörde rät, Geld, Ausweise, Führerschein, Flugtickets und andere wichtige Dokumente sicher (zum Beispiel im Hotel-Safe) zu deponieren, bargeldlose Zahlungen zu bevorzugen und nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mitzuführen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite