Nach dem Flammen-Inferno steht das „Herz von Paris“ still – es wird Jahrzehnte dauern, bis Notre-Dame wiederaufgebaut sein wird. Die Bilder der Brand-Katastrophe werden der Welt noch lange im Gedächtnis bleiben.

14 Millionen Menschen besuchten bislang jedes Jahr die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Paris. Aber: Wusstest du, dass Notre-Dame nicht immer so beliebt war wie heute? 

Anfang des 19. Jahrhunderts begann das Bauwerk langsam zu verfallen. Bereits im Jahr 1793 hatten Verfechter der Revolution die Kirche gestürmt und verwüstet. Erst der Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ rückte die Kathedrale im Jahr 1831 wieder in den Fokus.

Was du noch nicht über Notre-Dame wusstest

Hier kommen noch mehr Fakten über die Kathedrale, von denen du bestimmt noch nicht alle kennst und die sie zur echten Pariser Ikone machen:

  • Notre-Dame gehört seit dem Jahr 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe, sie ist eines der ältesten gotischen Gebäude in Frankreich.
  • Die Kathedrale ist mehr als 850 Jahre alt – dieses Jubiläum feierte Paris im Jahr 2013. 
  • Bis zur Fertigstellung der Kathedrale vergingen fast 200 Jahre; um genau zu sein: Es waren 184. Der Bau dauerte von 1161 bis 1345, er überspannte die gesamte gotische Periode.
  • Die Kathedrale gehört zu den ersten Gebäuden der Welt, die Strebebögen benutzten, und zwar um den Chor und das Hauptschiff herum. Diese waren nötig, als der Ausbau immer höher wurde und Spannungsbrüche in den Wänden auftraten, da die Wände nach außen drückten.
  • Im Kirchenschiff gibt es Platz für mehr als 10.000 Gläubige. Es ist 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch.
  • Notre-Dame ist ein Ort der Krönungen: Englands König Heinrich VI. ließ sich während des Hundertjährigen Krieges dort zum französischen König krönen, ebenso krönte sich Napoleon Bonaparte im Jahr 1804 dort, im Beisein von Papst Pius VII.
  • Der 96 Meter hohe Spitzturm, der beim Flammen-Inferno einstürzte, wurde bei Restaurationsarbeiten im 19. Jahrhundert gebaut. Die Arbeiten wurden teilweise durch den Erfolg des Romans „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo getragen.
  • Die Wasserspeier, die von oben auf Paris herunterblicken, sind heute nicht mehr die originalen. Sie wurden im 18. Jahrhundert entfernt, als sie durch die Witterungseinflüsse zu zerbröckeln begannen und 60 Meter tief auf das Pflaster stürzten. Die heutigen Figuren sind Kopien und Neuschöpfungen aus dem 19. Jahrhundert – beeinflusst durch den Roman von Victor Hugo.
  • Seit den islamistischen Terroranschlägen der vergangenen Jahre in Frankreich patrouillieren bei der Kathedrale – und an vielen anderen Pariser Hotspots – Soldaten.