Dieser Seetag auf der Karibik-Kreuzfahrt nahm für die Passagiere der „Carnival Fantasy“ eine überraschende Wendung: Ihr Schiff wurde Teil einer Rettungsmission. Die Besatzung rettete am Sonntag gegen 11 Uhr vormittags (Ortszeit) 23 Menschen von einem kleinen Fischerboot, dessen Motor ausgefallen war.

Neugierige Passagiere beobachteten die Rettung vom Deck aus. Bei 22 der Geretteten handelt es sich um Kubaner, die bereits sechs Tage zuvor mit einem Holzboot von Kuba in Richtung Mexiko aufgebrochen waren. Doch weil der Motor versagte, trieben sie drei Tage auf dem Meer, bevor sie von einem Fischer entdeckt und auf sein Boot gerettet wurden.

„Carnival Fantasy“: Kreuzfahrt-Rettung dauert mehrere Stunden

Doch auch dieses Schiff erlitt einen Motorschaden. Bis die 23 Menschen von der „Carnival Fantasy“ eingesammelt wurden, verstrichen drei weitere Tage. Die Rettungsaktion rund 210 Kilometer vor der Halbinsel Yucatán dauerte mehrere Stunden, berichtet „USA Today“.

Zwei der Geretteten wurden an Bord mit leichten Verletzungen behandelt. Die US-Küstenwache teilte mit, dass sie in der Nacht zu Sonntag von dem Bruder von einem der Kubaner alamiert worden sei und daraufhin das Kreuzfahrtschiff informiert habe.

In Mobile, Alabama, wurden die 22 Kubaner vom US-Zoll und -Grenzschutz in Gewahrsam genommen. Das Kreuzfahrtschiff hatte am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr (Ortszeit) in der Stadt anegelegt, berichtet „NBC 15“.

„Carnival Fantasy“ auf Kreuzfahrten in der Karibik unterwegs

Die „Carnival Fantasy“ bietet 1.028 Passagierkabinen auf zehn Decks. Das Schiff, das zu den kleineren der Carnival-Flotte zählt, ging 1990 auf Jungfernfahrt. Am Dienstagnachmittag bricht die „Carnival Fantasy“ bereits zur nächsten Kreuzfahrt durch die westliche Karibik auf.