Du kennst es vielleicht auch: Du bist im Urlaub und möchtest ein paar schöne Erinnerungen für dich und deine Liebsten mitbringen. Doch welche Souvenirs sind rechtlich gesehen überhaupt zum Transport zugelassen?

Das Bundesamt für Naturschutz und der Zoll haben ihre Internetseite zum Thema Artenschutz auf den neuesten Stand gebracht und informieren, welche Urlaubssouvenirs erlaubt sind und welche nicht. Dort sollten sich Reisende unbedingt vor dem EInkauf über die Artenschutzbestimmungen informieren.

Korallen, Handtaschen aus Schlangenleder, ausgestopfte oder in Alkohol eingelegte Tiere und exotische Pflanzen zählen zu den verbotenen Souvenirs, die Reisenden am Urlaubsort angeboten werden.

Verbotene Souvenirs: Touristen sind oft ahnungslos

Oft wissen die Touristen nicht mal, welche Souvenirs sie mitnehmen dürfen. So stehen beispielsweise viele Kakteenarten und Orchideen unter Artenschutz, und auch Steine und Sand sind in einigen Ländern als Kulturgut angesehen und dürfen nicht mitgenommen werden, wie der „Deutschlandfunk“ berichtet.

Verbotenes Souvenir aus Laos: eingelegte Schlangen in Whiskyflaschen.
Verbotenes Souvenir aus Laos: eingelegte Schlangen in Whiskyflaschen. Foto: imago images / Peter Widmann

Bei circa der Hälfte der erwischten Personen handelt es sich um ganz normale Touristen. Dadurch, dass nicht jeder Koffer inspiziert wird, liegt die Dunkelziffer bei den geschmuggelten Souvenirs noch höher. 

Schmuggelware: Mehr als 1.300 Verfahren im Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden vom Zoll bundesweit mehr als 1.300 Verfahren wegen geschützter Tiere und Pflanzen eingeleitet. Der Handel mit geschützen Tier- und Pflanzenarten rangiert hinter dem Drogen-, Waffen- und Menschenhandel an dritter beziehungsweise vierter Stelle, wie Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, bekannt gibt. 

Die meisten Verstöße auf internationalen Flughäfen 

Die häufigsten Verstöße werden dabei an den großen internationalen Flughäfen festgestellt. Aber auch bei Sendungen per Post sind vermehrt Exemplare geschützter Arten wie Schmetterlinge beschlagnahmt worden.

Wer gegen die Artenschutzbedingungen verstößt, muss mit einer Geldstrafe oder sogar einem Strafverfahren rechnen. 200 bis 400 Euo müssen beispielsweise für Reptilienledertaschen und rund 1.000 Euro für eine tote Schildkröte gezahlt werden.