Im Wecker, im Rauchmelder, hinter Steckdosen-Abdeckungen oder im Deo-Stick: Spanner sind ziemlich einfallsreich, wenn es darum geht, Kameras in Urlaubsunterkünften zu verstecken. Immer häufiger machen Touristen diesen erschreckenden Fund. Oft zu spät, denn das gefilmte Material landet im Netz, teilweise sogar als Livestream.

Auch wenn wir unbesorgt in den Urlaub starten möchten: Solche Berichte machen misstrauisch und lösen Unbehagen aus. Falls du dieses Gefühl bei deiner nächsten Reise partout nicht loswirst, helfen dir diese Tipps bei der Suche nach vermeintlichen Spionen.

Eine Familie aus Neuseeland, die erst kürzlich in einem Airbnb-Apartment in Irland heimlich von Kameras gefilmt wurde, will andere Reisende warnen. Deshalb appelliert sie bei „CNN Travel“: Untersuche das Zimmer gründlich.

1. Suche im Zimmer nach seltsamen Gegenständen

So fängst du an: Zunächst solltest du in jedem Raum nach seltsamen Geräten Ausschau halten. Bedenke, die Kameralinsen sind nur wenige Millimeter bis Zentimeter groß.

Ein Pärchen aus Toronto, dessen Wecker sich als Kamera herausstellte, entdeckte ein seltsames Kabel, das vom Wecker wegführte. Erst dachten sie, es wäre nur ein Ladekabel.

Falls dir etwas an einem Gerät auffällt, könnte auch die Recherche im Internet nach der Firma oder Seriennummer helfen.

2. Winzige Kameralinsen mit Taschenlampe finden

Besonders gründlich solltest du Bücher, Spiegel, Glühbirnen, Pflanzen, Vorhänge, Dekorationen und Stifte untersuchen. Weiterer Tipp: Der Glanz der Linse verrät die Spione. Verdunkel dein Zimmer und suche mit der Taschenlampe nach verdächtigen Reflektionen. 

3. Gadgets können Kameras mit Internetverbindung ausspähen

Im Falle von Familie Barker aus Neuseeland halfen die Profi-Skills des Vaters, der als IT-Experte arbeitet. Auch du kannst das: Einige Kameras nutzen Bluetooth oder Wi-Fi, um das Filmmaterial zu senden. Dafür wiederum gibt es Detektoren, die das ausgesandte Signal identifizieren.

Kostengünstiger: Check mal, welche Geräte im Netzwerk angemeldet sind, oder schalte es einfach ganz aus.

4.  Das solltest du bei einem Kamera-Fund tun

Solltest du tatsächlich fündig werden, rufe umgehend die Polizei und den Gastgeber/Eigentümer, sei es dein Airbnb-Host oder das Hotel. Und versuche, alle Beweise zu sichern. 

Aber trotz allem: Werde nicht paranoid. Airbnb beteuerte, dass versteckte Kameras in Unterkünften strikt untersagt seien und Vorfälle extrem ernst genommen würden. Nur komplett verhindern lassen sich solche Vorfälle bei der Vielzahl an Privatunterkünften kaum.