Mietwagen auf Mallorca buchen: Hilfreiche Tipps | reisereporter.de

Mallorca mit dem Mietwagen: Tipps für deinen Insel-Roadtrip

Mallorca lässt sich prima mit dem Auto erkunden. Beim reisereporter findest du alles, was du über die Buchung deines Mietwagens auf der beliebten Urlaubsinsel wissen musst.

Patrick Fam
Zum Cap Formentor kommst du außerhalb der Hochsaison am besten mit dem Auto.
Zum Cap Formentor kommst du außerhalb der Hochsaison am besten mit dem Auto.

Foto: imago/robertharding

Mallorca – die größte Baleareninsel hat auf einer Fläche 3.640 Quadratkilometern sowie einer Küstenlinie von insgesamt 550 Kilometern so einiges zu bieten.

Ob Badeurlaub an den traumhaften Stränden oder doch eher über die spektakulären Klippenstraßen hin zu den gewaltigen Gipfeln der Serra de Tramuntana im Nordwesten der Insel: Die sechs Landschaftszonen bieten für jede Art von Urlaub unglaubliche Abwechslung, so dass du bei deiner nächsten Reise garantiert auf deine Kosten kommst.

Wer die vielen unterschiedlichen Facetten von Mallorca möglichst flexibel erleben möchte, kommt um einen Mietwagen beim nächsten Urlaub auf der Sonneninsel nicht drum herum. Damit du bestens für deinen nächsten Roadtrip auf Mallorca gerüstet bist, findest du im Folgenden wichtige Informationen, Tipps und beliebte Routen für deine nächste Entdeckertour.

Was du beim Buchen eines Mietwagens auf Mallorca beachten solltest

Damit du entspannt in deinen nächsten Urlaub starten kannst, empfehlen wir dir den Mietwagen bereits vor der Reise online zu buchen. Je nach Jahreszeit und Saison, können Mietwagen auf Mallorca schon einmal knapp werden. Durch das Buchen von zu Hause kannst du bequem die unterschiedlichen Angebote und Leistungen vergleichen.

Ein weiterer Vorteil: Solltest du dich dazu entschließen den Mietwagen direkt am Flughafen abzuholen, musst du vor Ort bei der Autovermietung nur noch den lokalen Mietvertrag unterzeichnen und die entsprechende Kaution hinterlegen. Danach kannst du direkt starten.

Welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein, damit du einen Mietwagen auf Mallorca buchen kannst?

Wichtige Dokumente und Kreditkarte
Um überhaupt einen Mietwagen auf Mallorca mieten zu können, benötigst du einen gültigen Führerschein. Der deutsche Führerschein reicht dabei vollkommen aus. Wichtig ist allerdings, dass du bereits mindestens ein Jahr lang im Besitz eines Führerscheins bist. 

Darüber hinaus benötigst du einen Personalausweis beziehungsweise Reisepass der noch mindestens sechs Monate lang gültig ist. Zu guter Letzt benötigst du eine gültige Kreditkarte. Solltet du noch keine Kreditkarte dein eigen nennen, haben wir hier für dich ein paar Empfehlungen, welche Kreditkarten sich besonders gut auf Reisen eignet zusammengestellt.

Altersbeschränkung
Bei den meisten Autovermietern wird für die Vermietung außerdem ein Mindestalter von 21 Jahren vorausgesetzt. Je nach Größe des Autos kann dieses auch einmal bei 27 Jahren liegen. Bei jungen Fahrern wird außerdem eine sogenannte „Jungfahrergebühr“ erhoben. Diese variiert von Anbieter zu Anbieter. Für eine bessere Planung empfehlen wir dir hier mit Kosten von etwa 10 Euro pro Tag zu rechnen.

Mietwagen Mallorca: Auf diese Kostenfallen musst du achten

Die Kosten für einen Mietwagen auf Mallorca können stark variieren: Neben der Saison sowie der Anzahl der gebuchten Tage können auch die unterschiedlichen Leistungen deines Vertrages ordentlich zu Buche schlagen. Um unnötige, hohe Kosten zu sparen, solltest du vor allem auf die folgenden Punkte achten:
 
Je größer der Mietwagen, desto höher der Preis
Braucht du für deine Reise wirklich einen Van oder tut es eventuell auch ein Kombi? Oder reicht für deine Rundreise auch ein normaler Kleinwagen, mit dem du die Insel erkunden kannst? Die Größe des Mietwagens spiegelt sich schnell in deinen Kosten wieder.

Achte auf die Tankregelung
Wir empfehlen dir bei der Buchung deines Mietwagens ausschließlich die Tankregelung „voll/voll“. Konkret bedeutet dies: Du bekommt den Leihwagen mit einem vollen Tank und musst ihn ebenfalls mit vollem Tank zurückgeben. 

Einige Vermieter bieten auch alternative Regelungen und Services wie zum Beispiel das Tanken durch einen Mitarbeiter an. Der Haken: Nicht selten findet sich auf der Rechnung eine ordentliche Servicegebühr wieder, die du im Urlaub sicherlich besser investieren kannst.

Kosten für Zusatzleistungen wie etwa Kindersitz und Navi vermeiden
Bei Zusatzleistungen wie etwa einem Kindersitz, einer Sitzhilfe oder auch einem Navigationsgerät solltest du einen besonders kritischen Blick auf die Kosten werfen. Statt den Kindersitz oder die Sitzerhöhung teuer von der Mietwagenfirma in Anspruch zu nehmen, frag doch einmal bei deiner Fluggesellschaft nach, denn oft lassen sich hier Kindersitze als kostenloses Sperr- oder Zusatzgepäck mitnehmen.
 
Gleiches gilt für das Navigationsgerät: Statt ein Navi zusammen mit dem Mietwagen zu mieten, ist es in der Regel einfach günstiger ein Navi von zu Hause mitzunehmen. Eine weitere Alternative: Dein Smartphone. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Navigations-Apps, die auch ohne Verbindung zum Internet hervorragend funktionieren und euch sicher ans Ziel bringen.
 
Tipp: Die App „Here WeGo“ bietet sowohl iOS- als auch Android-Nutzern eine komplett kostenlose Offline-Navigation in ca. 100 Ländern der Welt an.
 

Bucht eine Vollkaskoversicherung
Wir empfehlen dir ganz klar eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung. So gibt es bei eventuellen Schäden am Mietwagen keine bösen Überraschungen. Solltest du planen mit dem Auto auch abseits von Mallorcas befestigten Straßen zu fahren, empfehlen wir dir allerdings das Kleingedruckte der Versicherung sehr genau zu lesen.

Häufig sind Schäden an Reifen, dem Fahrzeug Unterboden sowie Glasschäden nicht von der Versicherung abgedeckt. In diesem Fall solltest du eine entsprechende Zusatzversicherung buchen um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Alle anderen Extra- und Zusatzversicherungen sind in der Regel nicht nötig. Auch die sogenannte „Mallorca-Police“ ist unnötig, da die gesetzlichen Deckungssummen bei Personen- und Sachschäden in Spanien mittlerweile deutlich höher als bei uns in Deutschland sind.

Straßenverkehrsregeln auf Mallorca

Mallorcas Straßenverkehrsregeln ähneln in großen Teilen den Regeln, die du auch aus Deutschland kennst. Dennoch haben wir für dich ein paar Informationen zusammengestellt, die du vor deiner Mallorca Reise und deiner ersten Fahrt auf der Insel beachten solltest.
 
Dazu zählen vor allem die folgenden Regeln:
  • Für Kinder unter 4 Jahren ist ein Kindersitz absolute Pflicht
  • Die Promillegrenze liegt in Mallorca bei 0,5 Promille
    • Für Personen, die ihren Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, gilt eine Promillegrenze von 0,3 Promille.
  • Das Telefonieren währen der Fahrt ist ausschließlich mit Freisprecheinrichtung erlaubt. Das Telefonieren mit dem Headset oder einfach mit dem Handy am Ohr, kann zu saftigen Strafen führen.
Geschwindigkeitsbegrenzungen
  • In Ortschaften: 50 Kilometer pro Stunde
  • Auf Landstraßen: 90 Kilometer pro Stunde
  • Auf mehrspurigen Schnellstraßen: 100 Kilometer pro Stunde
  • Auf Autobahnen: 120 Kilometer pro Stunde
Park- und Halteverbote auf Mallorca
Die folgenden Regeln und Hinweise solltet du dir ganz genau einprägen, denn bei Falschparken versteht die mallorquinische Polizei definitiv keinen Spaß.
  • Durchgezogene gelbe Linien: Hier ist absolutes Park- und Halteverbot
  • Unterbrochene / gezackte gelbe Linien: Parkverbot
    Achtet auf Hinweisschilder! Oftmals ist hier das Parken zwischen 20 Uhr und 8 Uhr erlaubt.
  • Blaue Markeirungen: Hier darf gegen Gebühr geparkt werden.
    (Achtung: Die Parkzeit ist hier oft auf zwei Stunden begrenzt)
  • Grüne Markierungen: Hier dürfen ausschließlich Anwohner parken
  • Weiße Markierungen: Hier darfst du kostenfrei parken!
Bußgelder auf Mallorca
Bußgelder auf Mallorca haben es in sich: Schon bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen sind  100 Euro fällig. Bei 50 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit sind es sogar schon 600 Euro. Habt du die Ampelphase falsch eingeschätzt und bist bei Rot über die Ampel? Stell dich schon mal auf eine Rechnung von ca. 200 Euro ein. Auch für das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung werden 200 Euro fällig. Du hast die oben genannten Hinweise zum Park- und Halteverbot nicht beachtet? Dies kann dich ebenfalls bis zu 200 Euro kosten.
 
Wichtig: Sofern du das Bußgeld binnen 20 Tagen bezahlst, musst du nur die Hälfte des angegebenen Betrags zahlen. Zu diesem Zweck findest du in der Regel direkt auf dem Strafzettel eine Bankverbindung, auf die du das Geld überweisen kannst.

Beliebte Routen durch Mallorca

Um dir ein wenig Inspiration für deine Mallorca Reise zu geben, findest du im Folgenden eine kleine Auswahl der beliebtesten Autorouten auf Mallorca.
 
Von Andratx entlang der wunderschönen Westküste nach Soller
Die Küstenstraße von Andratx nach Soller gehört mit Abstand zu den beliebtesten und schönsten Autorouten auf Mallorca. Auf einer Strecke von insgesamt 53 Kilometern erwarten dich neben der wunderschönen Steilküste und vielen kleinen Bergdörfern auch spektakuläre Aussichtpunkte, wie etwa der Mirador De R. Roca oder der Mirador de Ses Animes – ein etwa 250 Meter hoher Wachturm aus dem 15 Jahrhundert, der dir einen spektakulären Ausblick bietet.
 
Plan für die Strecke ruhig einen ganzen Tag ein, denn durch deinen Leihwagen hast du die Chance jederzeit kleinere Stopps einzulegen. Neben den Aussichtspunkten hast du so auch immer die Möglichkeit die traumhaften Buchten, wie etwa die Bucht von Cala Estellencs oder die U-förmige Badebucht des kleinen, aber wunderschönen Dorfes Banyalbufar zu erkunden. Bevor deine Reise dich schlussendlich nach Soller führt, solltet du noch einen weiteren Zwischenstopp im Künstlerdorf Deià einlegen, welches sich am Rand des Tramuntanagebirges befindet.
 

Von Soller zum Cap de Formentor
Sofern du nach der ersten Route noch Zeit und Lust hast, oder du sogar eine Übernachtung in Soller eingeplant hast, kannst du deinen Trip noch um ein weiteres Stück bis hoch zum Cap de Formentor verlängern. Hier führt dich dein Weg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt an den nördlichsten Punkt von Mallorca, vorbei an den beiden Stauseen von Mallorca und dem Kloster Lluc. 

Tipp: Etwa zwei Kilometer vor der Abzweigung zum Kloster kommt auf der linken Seite das Restaurant „Es Guix“. Hier kannst du – entweder vor oder nach dem Essen – ein Bad in einem wunderschönen Naturpool genießen, der von frischem Bergquellwasser gespeist wird.

Von Santanyi nach Cala Ratjada
Diese etwa 60 Kilometer lange Route führt dich entlang der Südostküste durch die Ausläufer der Serra de Llevant von Santanyi über Portocolom, Portocristo, Cala Millor und Capdeperra nach Cala Ratjada. Dabei hast du das Meer nahezu dauerhaft im Blick und auch hier liegen auf deiner Route viele schöne Strände die nur darauf warten von dir erkundet zu werden.
 
Von Port de Pollenca nach Artá
Auf dieser etwa 45 Kilometer langen Tour entlang der Nordküste Mallorcas werden dir viele Orte und Strände begegnen, die um einiges weniger frequentiert sind als du es vielleicht sonst von Mallorca gewohnt bist. Für einen ersten Zwischenstopp empfehlen wir dir Alcudia mit seiner historischen Altstadt, dem Hafen und einem atemberaubenden Strand. Wenn du statt baden lieber ein wenig wandern möchtest, solltest du einen Abstecher in den Naturpark de s´Albufera wagen.
 
Egal für welche Route du dich am Ende auch entscheidest: Wir sind absolut überzeugt, dass du auch abseits der beliebten Hauptstadt Palma die Baleareninsel kennen und lieben lernen wirst.
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