Ein Zwischenfall an Bord einer Ryanair-Maschine hat am Sonntagmittag zum Abbruch des Fluges FR654 vom spanischen Teneriffa nach Schottland geführt. Rund 13 Minuten nach dem Start nach Glasgow meldete sich der Co-Pilot krank, wie der „Independent“ schreibt.

Auf einer Flughöhe von fast 8.000 Metern leitete der Pilot sofort die Rückkehr zum Flughafen Teneriffa-Süd ein und alarmierte das Bodenpersonal. Auf dem Portal „Flightradar24“ ist das Manöver als großer U-Turn über der kanarischen Insel zu sehen.

Medizinischer Notfall an Bord der Boeing 

An der Landebahn des Airports machten sich die Rettungsdienste für einen Notfall bereit. „Höchste Priorität“, twitterten die Fluglotsen. „Der Flug nach Schottland kehrt aufgrund eines medizinischen Notfalls eines Piloten zurück.“ 

Am Boden wurde er dem Rettungsdienst übergeben und behandelt. Nähreres zur Erkrankung des Mannes ist bisher nicht bekannt. Die Airline bestätigte am Sonntag lediglich den Zwischenfall.

Pilot landet Boeing auf Teneriffa allein

Probleme an Bord gab es aber weder für die Fluggäste noch für den arbeitsfähigen Piloten. Denn jede Maschine wird immer von zwei Piloten betreut. Er konnte die Boeing B737-800, die bis zu 189 Fluggäste transportieren kann, auch sicher allein landen. Die Passagiere verließen die Maschine und konnten kurze Zeit später erneut starten. Laut Ryanair kam sie sicher in Glasgow an – nur eben mit Verspätung.