Heftige Regenfälle stürzten Rio de Janeiro am Montagabend und Dienstag ins Chaos. Sturzfluten verwandelten Straßen in reißende Flüsse und rissen Bäume und Autos mit sich. 

Besonders schlimm hat es den Westen und Süden von Rio de Janeiro getroffen. Dort liegen auch beliebte Touristenhochburgen wie die Copacabana und Ipanema. Der Bürgermeister der brasilianischen Metropole, Marcelo Crivella, hat den Notstand ausgerufen.

Derzeit seien mehr als 5.000 Helfer im Einsatz, um die Nachwirkungen des Unwetters zu beheben, berichtet die britische „BBC“. Noch immer stellen Landrutsche für die Anwohner eine große Gefahr dar.

Notstand in Rio de Janeiro – Heftige Unwetter sorgen für Zerstörung

Montagnacht fielen innerhalb von nur neun Stunden 246 Millimeter Regen – wesentlich mehr als der April-Durchschnitt von 95 Millimetern.

Entwurzelte Bäume haben Autos und Busse zerquetscht, Straßen wurden von der Kraft des Wassers teilweise aufgerissen.

Verzweifelte Helfer bei den Unwettern in Rio de Janeiro, Brasilien.
Einheimische sind nach dem Unwetter verzweifelt, der Bürgermeister sprach von „unnormalen“ Regenfällen. Foto: imago/Zuma Press/Fabio Teixeira

Zehn Menschen kamen in den Wassermassen nach aktuellem Stand ums Leben, darunter ein Mann, der in seinem Haus einen Stromschlag erlitt, sowie drei Menschen, die von den Fluten nahe einem Einkaufszentrum in ihrem Auto überrascht wurden. Das berichtet „Aljazeera“.

Feuerwehrmänner in Rio de Janeiro bergen einen Toten.
Feuerwehrmänner in Rio de Janeiro bergen eine Leiche – insgesamt starben mindestens zehn Menschen bei dem Unwetter. Foto: imago/Zuma Press/O Globo

Auch wenn die heftigsten Regenfälle wohl überstanden sind: In den kommenden Tagen werden noch immer leichte Regenschauer erwartet. 

Rio de Janeiro: Touristen und Einheimische sollten Wassermassen meiden

Einheimische und Touristen werden aufgefordert, nicht nach draußen zu gehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Ein Mann trägt Gepäck durch überflutete Straßen in Rio de Janeiro, Brasilien.
Ein Mann trägt Gepäck durch die Fluten, viele Straßen und Häuser wurden bei dem Unwetter zerstört. Foto: imago/Agencia EFE/Marcelo Sayao

Menschen sollten die gefluteten Straßen meiden und nach Möglichkeit nicht durch das Wasser waten – es könnte mit Krankheitserregern kontaminiert sein.