Die Rundum-Sanierung bei der Deutschen Bahn geht in Hannover in die nächste Bauphase: Nachdem die Sperrung der Eisenbahnbrücke am Ostkopf des Hauptbahnhofes bereits in den vergangenen Herbstferien den Bahnverkehr stark beeinträchtigte, müssen sich Reisende noch bis zum 15. April auf Umleitungen, Verspätungen und vereinzelte Zugausfälle einstellen.

Vor allem für den Fernverkehr ist Hannover ein Knotenpunkt – die Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke wiederum ist aufwendig. Der Abriss und Wiederaufbau geschieht in mehreren Phasen: Derzeit wird ein Brückenunterbau der Behelfsbrücke ersetzt, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.

Bauarbeiten in Hannover: Fernverkehr betroffen

Bequem mit dem Zug vom Hauptbahnhof Hannover nach Frankfurt, zum Beispiel zum Flughafen, fahren – das geht bis zum 15. April nur auf Umwegen. Reisende sollten eine gute halbe Stunde zusätzlich zum Bahnhof Messe/Laatzen einplanen, dieser ist für etliche Fernzüge die Ersatzhaltestelle.

Vom Hauptbahnhof fahren mehrere Stadtbahnen (Linien 1 und 2) sowie der Metronom in Richtung Göttingen dorthin. Reisende sollten ihre Verbindung in jedem Fall bei der Reiseauskunft vor Ort, im Netz oder in der DB-App checken. 

Diese Fernzüge halten nicht am Hauptbahnhof Hannover:

  • Hamburg–Hannover–Frankfurt: Zug fährt in Hamburg 15 Minuten eher als gewohnt los.
  • Hamburg–Hannover–Nürnberg–München: Fahrt dauert knapp 30 Minuten länger.
  • Amsterdam–Hannover–Berlin: Aus Richtung Berlin fährt der Zug über den Hauptbahnhof, in Gegenrichtung hält er in Wunstorf und Messe/Laatzen.
  • Köln–Hannover–Dresden: IC hält in Lehrte und Wunstorf.

Diese Verbindungen fallen ohne Ersatz aus:

  • Bremen–München: Die Verbindung Bremen–München entfällt, zwischen Bremen und Hannover verkehrt weiterhin ein IC.
  • Norddeich–Bremen–Magdeburg–Leipzig: Keine ICs zwischen Hannover und Braunschweig.

Regionalverkehr und S-Bahnen wegen Brückenneubaus eingeschränkt

Nicht nur Urlauber sollten sich bei der Bahn über geänderte Fahrtzeiten und Routen informieren. Auch Pendler müssen sich auf der stark frenquentierten Strecke Hannover–Göttingen auf zusätzliche Stopps in Rethen, Barnten und Messe/Laatzen einstellen, weshalb sich die Ankunft in Hannover um 30 Minuten verzögert.

Der Berufsverkehr nach Celle, Uelzen und Hildesheim ist nicht betroffen – einige Züge von Wolfsburg nach Hannover fahren nur bis zur S-Bahn-Haltstelle Karl-Wiechert-Allee. 

Während die Auswirkungen auf den Fern- und Regionalverkehr noch überschaubar sind, fahren etliche S-Bahnen von und nach Hannover nicht planmäßig.