Kreuzfahrt-Überraschung: Das steckt hinter dem Trend „Mystery Cruises“

Überraschende Kreuzfahrt: Das können Mystery Cruises

Es ist fast wie beim Brexit: Erst abstimmen und dann nicht wissen, wohin die Reise gehen soll. Bei der Mystery Cruise bestimmt der Kapitän, wohin die Reise geht – Passagiere lassen sich überraschen.

Kreuzfahrer „Boudicca“ auf Überraschungsbesuch.
Das Kreuzfahrtschiff „Boudicca“ auf Überraschungsbesuch im Nord-Ostsee-Kanal.

Foto: Frank Behling

Britische Urlauber stehen derzeit auf Überraschungen – zumindest, wenn sie auf Kreuzfahrt gehen. Der letzte Schrei bei Urlaubern auf der Insel sind Mystery Cruises.

Ende März war das Kreuzfahrtschiff „Boudicca“ mit 500 Briten auf einer dieser „Geheimnis-Kreuzfahrten“ unterwegs. Das Besondere: Die Passagiere wissen vor Reiseantritt weder die Reiseziele noch die genauen Programmpunkte.

Die geheimnisvollen Kreuzfahrten sind eine Idee von Fred Olsen Cruises, einem der führenden Anbieter klassischer Kreuzfahrten in Großbritannien. 2018 startete Fred Olsen das Experiment mit dem Schiff „Black Watch“ auf einer Irland-Reise. Mit Erfolg: Fünf weitere Reisen sind inzwischen im Programm.

Kreuzfahrt mit geheimer Route

Bei diesen Reisen wissen die Passagiere nur den Hafen der Abfahrt, die Dauer der Kreuzfahrt und den Zielhafen. Alles andere ist Teil des geheimnisvollen Programms, so die Reederei. Die Passagiere erfahren erst am jeweiligen Morgen neue Details zur Reiseroute. Die Reederei verspricht dabei „Erlebnisse, die den Urlaub unvergesslich machen werden“.

So eine Mystery Cruise hat am 28. März auch die Kreuzfahrtsaison auf dem Nord-Ostsee-Kanal eröffnet. Eigentlich sollte erst am 7. April die „Aida Cara“ den Kanal als erstes Kreuzfahrtschiff mit Passagieren durchqueren. Fred Olsens Mystery Cruise mit der „Boudicca“ durchkreuzte jedoch diese Planung.

Mistery Cruise: Passagiere dürfen sich Reiseziele wünschen

Bei der Mystery Cruise bestimmt an Bord der Kapitän, wohin die Reise geht. Passagiere dürfen nach Reiseantritt zwar auch Wünsche äußern, doch der Mann mit den vier goldenen Streifen an der Uniform entscheidet, welche Häfen angelaufen werden.

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So war es jetzt auch bei der „Boudicca“. Von Dover aus ging es zuerst über die Nordsee nach Oslo. Danach folgten die Häfen Göteborg und Kopenhagen. Nach Kopenhagen wählte der Kapitän dann am Donnerstag den Nord-Ostsee-Kanal mit seinen engen Kurven, den Brücken und Schleusen.

Mehr Überraschung beim Reisen

Das Konzept der Mystery-Reisen kennst du vielleicht vom Fliegen: Beim Blind Booking erfährst du erst nach der Buchung (oder sogar kurz vor Abflug), wohin die Reise geht.

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