Menorca: 7 Insider-Tipps für die coolste Insel der Balearen

Menorca: 7 Insider-Tipps für die coolste Balearen-Insel

Vergiss Mallorca und Ibiza: Die coolste Insel der Balearen ist Menorca. Die kleine Insel steht oft im Schatten ihrer „Schwestern“, dabei trumpft Menorca mit weniger – Urlaubern und Touristenhochburgen.

Die Bar Cova d’en Xoroi liegt auf der Balearen-Insel Menorca in einer Höhle.
Perfekte Location für einen Sundowner: Die Bar Cova d’en Xoroi liegt in einer Höhle.

Foto: Jasmin Kreulitsch

Überfüllte Strände, reservierte Liegen und ein Gefühl wie in einer Sardinenbüchse? Was auf Mallorca meist zum Urlaubsalltag gehört, erlebt man auf Menorca nur in der Hochsaison – und da auch nicht immer. Denn die Menorquiner sind schlau: Sie haben genau beobachtet, was die Schwesterninsel alles so machen – und reagierten mit dem Gegenteil.

Verbaute Strände gibt es deshalb kaum auf Menorca. Dafür warten rund 100 Strände und Buchten entlang der 285 Kilometer langen Küstenlinie auf Urlauber – ohne Architektursünden und gigantische Touristenhochburgen, wo du wirklich noch Ruhe finden kannst.

1. Einsame Buchten entdecken

Naturschutz wird auf Menorca sehr ernst genommen: Im Jahre 1993 wurde Menorca von der Unesco zu einem Biosphärenreservat erklärt. Deshalb sonnst du dich hier auf naturbelassenen Stränden und schwimmst in oft menschenleeren Buchten. Mit die schönsten Strände sind Cala Pilar, Cala Turqueta und Playa De Cavalleria.

reisereporterin Jasmin an der Bucht Cala Turqueta auf der Balearen-Insel Menorca.
Die Cala Turqueta ist ein stilles Juwel. Foto: Jasmin Kreulitsch

Merke: Je schwieriger eine Bucht zugänglich ist, umso weniger Leute sind vor Ort. Manchmal musst du zwar 30 Minuten durch Pinienwälder zu einem Strand gehen, das lohnt sich aber: Dann landest du wirklich in malerischen Ecken, die unberührt sind. Wichtig: Gute Schuhe und Wasser gehören unbedingt in die Strandtasche.

Tipp: In der Nähe des Ortes Sant Lluís findest du beim Es Caló Blanc den kleinsten Strand der Insel!

2. Den Pferdeweg erwandern und erschwimmen

Der bekannteste Wanderweg auf Menorca ist der Camís de Cavalls (deutsch: Pferdeweg). Der wurde schon im 14. Jahrhundert angelegt, um Feinde rechtzeitig zu entdecken. Weite Teile der Strecke führen entlang der Küste.

Der Camis de Cavalls auf Menorca führt entlang der Küste und durch malerische Dörfer.
Mithilfe von Hinweisschildern findest du dich auf dem Camis de Cavalls leicht zurecht. Foto: Jasmin Kreulitsch

Das macht auch den Zauber aus: Denn die Route führt an den schönsten Buchten vorbei, sodass man immer abwechselnd wandern und schwimmen kann. 

Tipp: Die schönste Teilstrecke liegt im Süden zwischen Cala Galdana und Santo Tomas und führt entlang mehrerer schöner Buchten!

3. Menorcas Instagram-Dorf besuchen

Auf Menorca gibt es viele hübsche kleine Dörfer, jedoch eines wird am häufigsten angesteuert: Im Südosten der Insel liegt Binibeca Vell, das auf den ersten Blick wie ein traditionelles Fischerdorf wirkt. Das ist es aber nicht.

Der menorquinische Architekt Antonio Sintes Mercadal entwarf das ganz in Weiß gehaltene Dörfchen im Jahr 1972, um eine neue Touristenregion zu gestalten. Das gelang ihm so gut, dass er einen Architekturpreis gewann – und heute viele Influencer durch das Dorf mit seinen engen Kopfsteingässchen, weiß getünchten Wohnungen und maurischen Bögen flanieren.

Das Dorf Binibeca Vell liegt im Südosten von Menorca, alle Häuser sind dort weiß.
Dresscode: Weiß! Die Häuser in Binibeca Vell leuchten Ton in Ton. Foto: Jasmin Kreulitsch

Tipp: Am besten kommst du direkt in der Früh, denn da sind noch nicht so viele Leute unterwegs. Von Binibeca Vell gehst du in etwa 20 Minuten bis zum Binibeca Beach. Hier ist direkt am Strand die coole Beachbar Los Bucaneros (Carrer de sa Platja de Ponent 15, 07711 Binibequer).

4. Gin trinken auf Menorca

Was ist das Urlaubsgetränk schlechthin? Richtig: Gin Tonic. Auf Menorca spielt das Kultgetränk schon lange eine Hauptrolle – und das verdanken wir den Briten. Als die nämlich im 18. Jahrhundert auf der Insel waren, wollten sie Gin trinken. Doch den gab es auf Menorca bis dato nicht.

Ein Glas mit Gin Tonic vor dem Meer auf Menorca, Balearen.
Cheers! Ein Gin Tonic mit Meerblick läutet den Urlaub auf Menorca ein – jeden Abend aufs Neue! Foto: Jasmin Kreulitsch

Deshalb machte sich die Familie Xoriguer daran, den ersten Gin der Insel zu kreieren. Der Rest ist Geschichte und schmeckt richtig gut: Seit damals wird der berühmte Insel-Gin in der Destilerías Xoriguer (Moll de Ponent 91) nach einem geheimen Familienrezept hergestellt.

Die Destilerías Xoriguer liegt nicht nur malerisch – hier entsteht auch feinster Gin auf Menorca.
Die Destilerías Xoriguer liegt nicht nur malerisch – hier entsteht auch feinster Gin! Foto: Jasmin Kreulitsch

Aus dem Gin der Insel wird auf Menorca das Nationalgetränk Pomada gemixt. Das besteht aus Gin, Zitronenlimonade, viel Eis und ist in jedem Lokal erhältlich. 

Tipp: Die Höhlenbar Cova d’en Xoroi bei Cala en Porter ist zwar immer gut besucht, aber auf jeden Fall ein super Ziel für einen Drink – ganz egal ob für einen Sundowner in Form einer Pomada oder nächtliche Dancemoves (Eintritt 10 Euro inklusive Drink).

Adresse: Carrer de Sa Cova 2, 07730 Cala en Porter, Alaior | Öffnungszeiten: Juni bis September täglich von 11.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Rest des Jahres ab 15 Uhr beziehungsweise 17 Uhr

5. Den zweitgrößten Naturhafen der Welt entdecken

Der Hafen der Inselhauptstadt Mahón ist der größte Naturhafen im Mittelmeer und nach dem Hafen in Sydney der größte Naturhafen der Welt! Und obwohl Menorca als Insel eher klein ist, hat der Hafen gigantische Ausmaße: Der Fjord ist 5,5 Kilometer lang und bis zu 1,2 Kilometer breit!

Spaniens Sydney: Auf Menorca erschuf die Natur das zweitgrößte natürliche Hafenbecken der Welt.
Spaniens Sydney: Auf Menorca erschuf die Natur das zweitgrößte natürliche Hafenbecken der Welt. Foto: Jasmin Kreulitsch

Doch erst, wenn du auf dem Wasser schipperst, erkennst du die wirkliche Größe des Hafengeländes mit all seinen Inseln, Festungen und Dörfern. Eine Hafenrundfahrt, die du zum Beispiel über yellowcatamarans.com für rund 12,50 Euro pro Person buchen kannst, sollte deshalb unbedingt auf deiner Menorca-Bucketlist stehen.

Tipp: Wenn du die Tickets für die Hafenrundfahrt vorab im Internet kaufst, musst du nicht Schlange stehen am Ticketschalter.

6. Schuhe auf Menorca shoppen

Normalerweise hat man auf kleinen Inseln keine großen Erwartungen in Sachen Mode. Auf Menorca ist das aber anders: In den Städten Mahón und Ciutadella gibt es nicht nur viele Shops, es stammen auch ein paar besonders kreative Köpfe von der Insel, die Modegeschichte geschrieben haben.

Zum Beispiel Jaime Mascaró. Er hat das Trendlabel Pretty Ballerinas auf Menorca erfunden, das von vielen Hollywoodstars – allen voran von Olivia Palermo – getragen wird.

Die traditionellen Avarcas-Sandalen sind relativ günstig zu haben und ein perfektes Menorca-Souvenir.
Die traditionellen Avarcas sind relativ günstig zu haben und ein perfektes Menorca-Souvenir. Foto: Jasmin Kreulitsch

Die eigentlichen Insel-Schuhe wurden aber vor über 100 Jahren aus praktischen Gründen erfunden: Weil Schuhe vom spanischen Festland schwer zu bekommen waren, kreierten die Insulaner aus dem alten Gummi von Autoreifen und Leder Sandalen. Heute sind die Avarcas überall auf der Insel erhältlich – für gerade mal 25 Euro pro Paar. Merke: Das Original trägt stets den Stempel „Avarca de Menorca“! 

Tipp: Im Dorf Ferreries befinden sich die Outlets der Schuhlabels: der Factory-Shop von Pretty Ballerinas (Calle Poife, 0 S/N), der Mibo Factory Shop (Polígono Industrial, Nave, B-6) und Ria (Carrer dels Trencadors 25).

7. Menorquinische Spezialitäten kosten

Snacks schmecken auf Menorca besonders gut. Häufig isst man auf der Insel sogenannte Bocadillos, das sind belegte Baguettebrötchen, die supergünstig sind und sogar im kleinsten Café auf der Karte stehen. Eine Spezialität, die auf den berühmten Brötchen landet, ist Sobrasada, einer Art Streichwurst mit viel Paprika, die von den Balearen stammt.

Mindestens genauso gut schmeckt der Mahóneser Käse: Queso de Mahón. Der wird von Hand und mit Rohmilch auf den Bauernhöfen der Insel hergestellt und hat deshalb eine eigene geschützte Herkunftsbezeichnung!

Tipp: Einen Bocadillo mit Aussicht futterst du auf dem Monte Toro. Der Berg ist zwar nur 357 Meter hoch, ein Ausflug lohnt sich aber auf jeden Fall, denn der Panoramablick über die lnsel kann sich sehen lassen – vor allem von der Terrasse des Restaurants Sa Posada del Toro mit einem Brötchen in der Hand.

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