Dass sich Menschen an Bord eines Flugzeugs betrinken, kommt nicht selten vor. Erst diese Woche landete ein Passagier im Knast, nachdem er betrunken einen Easyjet-Flugbegleiter geschlagen hatte, bei Ryanair musste eine alkoholisierte Passagierin aus dem Flieger gezerrt werden. Und auch Piloten wollten sich schon mit Alkohol im Blut ins Cockpit setzen, wie vor gut zwei Monaten bei American Airlines. 

In diese Riege reiht sich nun eine Flugbegleiterin ein, die auf einem Qantas-Flug im Juli 2018 von Sydney nach Südafrika zur Flasche griff. Nach der Landung in Johannesburg musste sie direkt zum Alkoholtest. Ergebnis: Sie war betrunken.

Dafür erhielt sie von Qantas die Kündigung. Das wollte die Stewardess nicht hinnehmen und ging diese Woche in Australien vor Gericht. 

Qantas-Flugbegleiterin trinkt heimlich im Flieger Wodka

Zuerst hatte die Frau versucht, das Ganze zu vertuschen: Vor Gericht sagte sie erst aus, dass sie die Ein-Liter-Wodkaflasche vor dem Boarding im Duty-free-Bereich selbst gekauft hatte – gab aber erst im Nachhinein zu, dass sie sich im Flieger an den Getränken bedient hatte, berichtet die „Brisbane Times“. 

Dann habe sie den Moment genutzt, als sie allein vorn im Flugzeug war, und mixte sich 250 Milliliter des Hochprozentigen noch mit Wasser.

Qantas kündigte betrunkener Flugbegleiterin – diese ist sauer

Die Fair Work Commission, die sich mit Streitigkeiten im Arbeitsrecht befasst, hörte die Frau an. Denn die Flugbegleiterin empfand die Entlassung gemessen an ihrem „Fehlverhalten“ als „unverhältnismäßig“, immerhin habe sie 31 Jahre lang „gute Arbeit“ bei Qantas geleistet.

Ihr Versuch, die Kündigung aus „Unfairness“ anzufechten, scheiterte bei der australischen Behörde: „Sie hatte eine sicherheitssensible Position eingenommen, und es war aus gutem Grund verboten, Alkohol während eines Fluges zu konsumieren“, begründete die Behörde ihre die Entscheidung. Darüber hinaus sei ihre zuerst getätigte Falschaussage noch ein weiterer Grund für die rechtskräftige Entlassung.