Die zweitgrößte australische Fluggesellschaft hat eine Vereinbarung mit der nationalen Airline von Brunei beendet. Bislang konnten Mitarbeiter von Virgin Australia in ihrer Freizeit vergünstigte Flugtickets bei Royal Brunei kaufen. Damit ist jetzt Schluss. 

Grund dafür sind Bruneis neue Scharia-Gesetze, die am Mittwoch verabschiedet wurden. Darin wird unter anderem Ehebruch und homosexueller Geschlechtsverkehr streng bestraft: Bei Verstößen droht Homosexuellen künftig, zu Tode gesteinigt zu werden.

Virgin Australia: Mitarbeiter-Rabatte bei Royal Brunei abgeschafft

Virgin informierte die Mitarbeiter in einer E-Mail, dass der Kodex für Muslime, Nichtmuslime und sogar Ausländer gelte, wenn sie mit Flugzeugen und Fahrzeugen reisen, die in Brunei registriert sind. Das berichtet der britische „Guardian“.

„Angesichts der brutalen Strafen einschließlich der Todesstrafe für Aktivitäten, die in Australien legal und akzeptiert sind, wurde der Mitarbeiter-Reisevertrag zwischen Virgin Australia und Royal Brunei mit sofortiger Wirkung beendet“, heißt es in der Mail.

Trotzdem soll Royal Brunei weiterhin Sitze für Virgin-Australia-Flüge innerhalb Australiens verkaufen dürfen. 

Etliche Stars haben nach Bekanntwerden der neuen Scharia-Gesetze in Brunei gefordert, die Hotels, die Bruneis herrschender Sultan Hassanal Bolkiah besitzt, zu boykottieren.