Wenn du dich schon immer mal gefragt hast, warum einige Asiaten sogar in Deutschland einen Mundschutz tragen, liefern dir folgende Bilder die Antwort.

Denn was sonst eine „unsichtbare“ Gefahr für unsere Gesundheit darstellt, wird aktuell in den nördlichen Provinzen Thailands in Städten wie Chiang Mai und Chiang Rai deutlich erkennbar. Einige Medien wie die „South China Morning Post“ sprechen von der bislang schlimmsten Smog-Krise des Landes.

Smog-Krise in Nordthailand

Die Luftverschmutzung ist dort so stark, dass die Sicht gelblich-bräunlich getrübt ist, als würde ein dunkler Schleier das Tageslicht trüben. Mit diesem Vorher-nachher-Bild ruft die Userin auf: „Helft Chiang Mai und Chiang Rai.“ Seit Monaten ersticken beide Großstädte im Smog.

Besonders der hohe Feinstaub-Wert (PM 2,5) ist besorgniserregend: Derzeit befänden sich so viele der Partikelchen in der Luft, dass eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit bestehe. Auf sämtlichen Messungs-Portalen wird die Luftqualität Chiang Mais als „ungesund“ bis „sehr ungesund“ indexiert. Damit führt sie derzeit die Liste der weltweit dreckigsten Städte an.

Die Feinstaub-Partikelchen können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen gelangen. Das Umweltbundesamt und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen davor, dass eine PM-2,5-Belastung Auswirkungen bis hin zu schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben kann. 

Schlechte Luftqualität könnte sich negativ auf Tourismus auswirken

Die Zustände sollen Experten zufolge bis Mai anhalten, schreibt „The Thaiger“. Bedeutet, dass auch um das thailändische Neujahrsfest Songkran vom 13. bis 15. April „dicke Luft“ herrschen wird.

Und das könnte sich negativ auf den Tourismus auswirken. Flüge mussten wegen der schlechten Sicht umgeleitet werden, einige Reiseveranstalter sagten Touren nach Chiang Mai ab, berichtet die „South China Morning Post“.

Mehr als 3,8 Millionen Touristen, darunter viele Chinesen, besuchten die Großstadt im vergangenen Jahr. Solltest du bereits eine Reise nach Nordthailand für dieses Frühjahr geplant haben, besorg dir unbedingt einen Mundschutz. 

Mundschutz-Masken millionenfach verteilt

Behörden baten die thailändische Regierung am Wochenende um Mundschutz-Spenden, nachdem bereits mehr als 1,4 Millionen Schutzmasken an Einheimische und Touristen verteilt wurden. Das berichtet die in Bangkok ansässige „The Nation“.

Die lokale Presse berichtet sogar von einem Autounfall, verursacht durch die stark eingeschränkte Sicht auf den Straßen.

Thailänder kritisieren Regierung wegen anhaltender Luftverschmutzung

Besonders in Ballungsgebieten, wie eben asiatischen Metropolen, kommt es immer wieder zu Smog-Krisen. Nordthailand trifft es in diesem Frühjahr besonders: Sehr heißes und trockenes Wetter begünstigt die schlechten Luftverhältnisse, Waldbrände und illegale Rodungen verschlimmern die Situation.

Einwohner machen den Staat verantwortlich, dieser habe jahrelang nichts gegen die fortschreitende Luftverschmutzung getan. Sie fürchten um ihre Gesundheit, protestieren und wenden sich in den sozialen Medien an Organisationen wie Greenpeace und auch an die Vereinten Nationen. Ihre Forderung: saubere Luft für alle.

Der thailändische Premierminister Prayut Chan-o-cha besuchte am Dienstag Chiang Mai und bat die Öffentlichkeit darum, der Regierung sieben Tage Zeit zu geben, um das Problem zu bekämpfen.