Wie ein riesiger Tornado bewegten sich ungeheure Wassermassen rasend schnell in kreisenden Bewegungen auf George Town zu. Eine gigantische Wasserhose hatte sich am Montag über dem Meer vor der Insel Penang an der Westküste Malaysias gebildet.

Video: Monströse Wasserhose trifft Westküste Malaysias

Unter dem Hashtag #keinaprilscherz machten Urlauber und Einwohner im Netz klar: Das ist ernst. Ein Video zeigt Zusammenschnitte von Augenzeugen, die die herannahende Wasserhose filmten: 

Im Video ist zu sehen, wie große Gegenstände durch die Luft gewirbelt werden. Welche Zerstörungskraft der Wasser-Tornado tatsächlich hatte, wurde erst im Nachhinein deutlich: Etwa 50 Gebäude sollen nach Angaben des „Express“ beschädigt worden sein. Die gute Nachricht: Verletzt wurde zum Glück niemand.

Das steckt hinter dem Wetterphänomen

Wasserhosen sind Tornados, die sich über dem Meer bilden. Sie entstehen aus einer Schauer- oder Gewitterwolke und schrauben sich trichterförmig in Richtung Wasseroberfläche. In diesem Zeitraffer siehst du, wie die Wassersäule auf die Hochhäuser George Towns zurast.

Die Winde rotieren mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 Metern pro Sekunde, wirbeln Wassermassen auf und saugen sie teilweise hoch, erklärt das Portal „Wetter Online“. Zum Vergleich: Der Sportwagen Bugatti Veyron schafft eine Geschwindigkeit von gut 400 Kilometern pro Stunde – und wäre damit nur etwas schneller als extreme Winde in einer Wasserhose.

Obwohl Wasserhosen an Szenen aus Katastrophenfilmen erinnern können, sind sie in der Regel eher harmlos. Durchschnittlich dauert das Phänomen zwischen zehn und 30 Minuten an.