Eigentlich sollte der Lufthansa-Flug LH760 von Frankfurt mittlerweile in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi angekommen sein. Stattdessen warten die 246 Passagiere seit Dienstagabend am Fraport auf ihre Weiterreise.

Und das, obwohl sie ihrem Ziel schon sehr viel näher waren – doch die Maschine kehrte nach vier Stunden Flugzeit über dem Iran um und landete gegen 22.20 Uhr wieder in Frankfurt. 

A380 von Lufthansa muss wegen Hydraulikproblem umkehren

Ursache dafür sei ein technischer Defekt am Hydrauliksystem gewesen, bestätigte die Lufthansa gegenüber dem reisereporter. Das Problem tauchte erst während des Flugs auf. Der Pilot entschied sich in diesem Fall dafür, nach Frankfurt umzukehren, damit die Maschine dort gewartet werden kann.

Keine Gefahr für Passagiere auf Lufthansa-Flug

Ein Lufthansa-Sprecher sagte, dass zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko für Passagiere und Crew bestand. Der Airbus sei trotz des Defekts flugfähig gewesen: „Eine Luftnotlage wurde nicht erklärt, trotzdem rückte die Flughafenfeuerwehr aus“, so der Sprecher. Das sei jedoch in solchen Fällen nur eine Sicherheitsmaßnahme.

Dieser Defekt gelte als „höhere Gewalt“, weshalb den Passagieren nach EU-Fluggastrecht keine Entschädigung zustehe. Die Lufthansa organisierte Mahlzeiten und Hotelzimmer – Transit-Passagiere ohne Visum durften den Frankfurter Flughafen allerdings nicht verlassen, sie schliefen auf Feldbetten.

Für die 246 Fluggäste soll es heute Mittag nach Neu-Delhi gehen.

Airbus stellt Produktion des A380 ein

Noch fliegt Lufthansa mit dem größten Passagierflugzeug der Welt, dem A380, allerdings hatte die Airline Mitte März mitgeteilt, einen Teil ihrer Flotte zu verkaufen.

Die sinkende Nachfrage führte dazu, dass Airbus die Produktion des Riesenjets ab 2021 einstellen wird.