Skurriler Trend: US-Grenze zu Mexiko wird Touristenattraktion

Skurriler Trend: US-Grenze zu Mexiko wird Touri-Hotspot

Eigentlich ist es nur ein Stacheldrahtzaun, trotzdem pilgern immer mehr Touristen in die Stadt Nogales an der Grenze zwischen Mexiko und den USA – weil sie Selfies vor Trumps Grenzzaun machen wollen.

Autos der Grenzpatrouille am Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko in Nogales, Arizona.
Autos der Grenzpatrouille am Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko in Nogales, Arizona.

Foto: imago/UPI Photo

Die geplante Mauer zwischen Mexiko und den USA ist nicht nur ein politsches Streitthema – sie befeuert auch die Neugier von Touristen. Immer mehr Menschen reisen an den Maschendrahtzaun, den Trump an der US-Grenze zu Mexiko hat aufstellen lassen. 

Das spürt auch der Ort Nogales. Ein Teil der Stadt liegt in Arizona in den USA, der andere Teil in Mexiko. Dazwischen: der Grenzzaun. „Er ist mittlerweile eine große Attraktion“, berichtet die Präsidentin der örtlichen Handelskammer gegenüber der Nachrichtenagentur EFE.

Grenzzaun kurbelt Tourismus in Grenzstadt an

„Die schlechten Nachrichten waren gut für die Stadt, weil wir jetzt mehr Besucher haben.“ Allein im Januar 2019 seien 50 Prozent mehr Touristen nach Nogales gekommen als im Vorjahreszeitraum. Auch im Februar und März seien die Besucherzahlen gestiegen.

„Die Leute bleiben nicht, aber sie fahren durch unseren Ort, essen in unseren Restaurants und kaufen Benzin. Für uns ist das sehr gut“, zitiert der „Latin American Herald Tribune“. Viele Einwohner sehen den Grenzzaun aber auch kritisch:

Dark Tourism an der Grenze zu Mexiko 

„Der Draht ist bis zum Boden gespannt und gefährlich für Kinder. Wir haben die Senatoren von Arizona kontaktiert und sie aufgefordert, den Stacheldraht zu entfernen“, so der Bürgermeister Arturo Garino.

Bis dahin werden wohl auch weiterhin Touristen aus den USA und dem Rest der Welt vor dem Zaun posieren, der illegale Einwanderer daran hindern soll, die Grenze zu überqueren.

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