Zunächst war „nur“ von 260.000 betroffenen Germania-Kunden die Rede. Jetzt gab der zuständige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg bekannt: Er gehe derzeit von mehr als 600.000 Passagieren aus, deren Flüge aufgrund der Insolvenz bereits ausgefallen sind oder nicht mehr stattfinden werden. 

Zum 1. April hat Germania endgültig den Betrieb eingestellt, nachdem alle interessierten Investoren abgesprungen waren. Seitdem läuft das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Charlottenburg in Berlin. Dabei wird das Vermögen der Airline verwertet und an die Gläubiger verteilt. 

Bis Germania-Kunden Geld sehen, könnten Jahre vergehen – im besten Fall

Betroffene Passagiere haben ab dem 8. April bis zum 1. Juli 2019 Zeit, ihre Forderungen auf einem Gläubiger-Portal online anzumelden. Danach heißt es warten. Denn ob und wie viel Geld die Germania-Kunden bekommen, steht erst am Ende des Insolvenzverfahrens fest. Und das kann mehrere Jahre dauern.