Eigentlich wollten sie nur das Meer in einer malerischen Bucht im Südosten von Teneriffa genießen. Doch der harmlose Badespaß verwandelte sich für Badeurlauber am Strand La Jaquita in einen Schockmoment: Sie entdeckten plötzlich einen großen Tierkadaver zwischen den Wellen vor der Kanareninsel.

Teneriffa: Woher kommen die toten Kühe?

Ein Bulle war am Montag vergangener Woche in die Bucht El Médano gespült worden, berichtete der lokale „Diario de Avisos“. Ein Youtube-Video zeigt, wie ein Kadaver mit Hilfe eines Jetski-Fahrers an den Strand geschleppt und mit einem Traktor geborgen wird:

Doch der Fund sollte kein Einzelfall bleiben: Eine weitere tote Kuh wurde wenige Tage später an die Küste nahe dem Industriegebiet Granadilla de Abona gespült.

Und Fischer entdeckten einen dritten Kadaver im Meer zwischen den Inseln Teneriffa und La Gomera, berichtet die britische „Sun“.

Tote Tiere über Bord eines argentinischen Frachters geworfen?

Woher die Tiere kommen? Das Landwirtschaftsministerium bestätigte, dass die toten Bullen von einem Frachter stammen. Das Schiff ist derzeit mit mehreren Tausend Rindern an Bord auf dem Weg von Argentinien nach Europa. Die Route führt auch an den Kanaren vorbei. 

Am Donnerstag soll der Frachter die spanische Stadt Ceuta erreichen, berichtet der lokale Radiosender „SER“. Der Tiertransporter mit dem Spitznamen „Stinkboot“ durfte bereits in der Vergangenheit aufgrund des extremen Gestanks in einigen Häfen nicht anlegen, darunter Las Palmas auf Gran Canaria.

Und offenbar hat die Besatzung ganz eigene – natürlich verbotene – Methoden, um verstorbene Tiere loszuwerden.