Einer der beliebtesten Touristen-Hotspots in Indonesien soll ab 2020 geschlossen werden: Auf die Insel Komodo wird ab Januar kein Urlauber mehr einen Fuß setzen dürfen – und das ein Jahr lang. Bedeutet: Keine Erkundungstouren zu den dort lebenden Komodowaranen.

Zu diesem strikten Verbot sehen sich das Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft sowie die Provinzverwaltung von Nusa Tenggara Timur gezwungen, nachdem im März 41 Komodowarane von der Insel Komodo geschmuggelt und für mehr als 35.000 Dollar illegal verkauft worden sind. Das berichtet die lokale Zeitung „Tempo“.

Indonesische Insel Komodo wird ein Jahr für Touristen gesperrt

Schon davor wurde über ein Besucher-Limit diskutiert, immerhin kommen nach Angaben von „CNN Travel“ im Monat durchschnittlich 10.000 Menschen in den Komodo-Nationalpark. 

Während der einjährigen Schließung wollen die Behörden ein Artenschutzprogramm beginnen, um die Population der „Drachen“ zu vergrößern und gleichzeitig ihren Lebensraum zu erhalten.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Pläne bekannt, wonach der Eintritt für die Insel von 9 auf 440 Euro erhöht werden soll. 

Komodowaran lebt nur auf den Kleinen Sundainseln in Indonesien

Damit nimmt das Land einen möglichen Rückgang an Touristen in Kauf, denn nur auf der Inselgruppe der Kleinen Sundainseln, wozu Komodo zählt, lebt der Komodowaran. 

Wenn du die Komodowarane in diesem Jahr noch sehen willst, dann verbinde am besten einen Bali- oder Lombok-Urlaub mit einem mehrtägigen Ausflug nach Komodo. Du kannst zum Beispiel den Flieger oder den Bus in die Hafenstadt Labuan Bajo auf der Insel Flores nehmen und mit der Fähre oder einem Schnellboot auf die vulkanische Insel fahren.

Ein Ranger wird dich dann über die Insel und durch den Nationalpark führen, in dem neben den Waranen auch andere Tiere wie das Timor-Reh leben – und genau dieses steht auf dem Speiseplan des Komodo-Drachens.

Mit bis zu 20 Kilometern pro Stunde macht der Fleischfresser Jagd auf seine Beute. Ein Biss der Echse ist für das Opfer in jedem Fall tödlich, denn sein Speichel ist stark bakteriell belastet und führt letztlich zu einer Blutvergiftung beim gebissenen Beutetier. Darüber klärt der Nationalpark im Netz auf.

Der Komodo-Nationalpark umfasst die Inseln Komodo, Rinca und Padar und auch weitere kleinere und hat dabei eine Gesamtlandfläche von rund 603 Quadratkilometern.

Für seine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt wurde der Park auch zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt. Nach Angaben der Stiftung sollen ungefähr 5.700 der Echsen auf Komodo beheimatet sein.

Übrigens beherbergt die Insel auch eines der artenreichsten Korallenriffe der Welt. Und vielleicht siehst du ja auf dem Weg zum Schnorchel- doer Tauchtrip auch den berühmten rosa Strand.