Zum Entdecker unter freiem Himmel werden – das verspricht die Reederei Hapag-Lloyd-Cruises mit dem neuen Kreuzfahrtschiff „Hanseatic Nature“. Das erste Mal in See stechen sollte es am 13. April.

Doch nun gab die Reederei bekannt: Die Jungfernfahrt muss abgesagt werden, da sich die Auslieferung des neuen Schiffs verzögern wird.

Jungfernfahrt der „Hanseatic Nature“ abgesagt – erste Reise im Mai

Für die Passagiere besonders bitter: Auch die darauffolgende Kreuzfahrt muss verschoben werden. 

Die erste Reise der „Hanseatic Nature“ ist derzeit für den 5. Mai geplant, dann legt der Luxus-Kreuzer in Hamburg ab mit Kurs auf Bergen.

Die „Hanseatic Nature“ auf Expedition durch den Amazonas.
Aber auch ins Warme soll es mit dem brandneuen Luxus-Schiff gehen, wie hier in den Amazonas. Foto: Hapag Lloyd

Die Verzögerung bei der Lieferung zeichnete sich schon länger ab, die endgültige Absage sei trotzdem unangenehm, so Hapag-Lloyd-Cruises-Geschäftsführer Karl J. Pojer. „Wir bedauern zutiefst die entstehenden Unannehmlichkeiten für unsere Gäste. Allerdings kann die Werft das Schiff nicht rechtzeitig fertigstellen, sodass wir leider keine andere Möglichkeit haben, als die ursprüngliche Reiseplanung zu ändern.“

Kreuzfahrt-Passagiere bekommen Geld zurück

Bei einer Reiseabsage erhalten Gäste automatisch ihr Geld von der der Reederei zurück – so auch im Fall der in den Mai verschobenen Jungfernfahrt und der darauffolgenden Reise.

Sollten Passagiere dennoch zu einem späteren Zeitpunkt mit der „Hanseatic Nature“ auf Abenteuer gehen wollen, würden außerdem 50 Prozent des ursprünglichen Preises auf eine Neubuchung bis 2021 angerechnet.

Das „Spezialitätenrestaurant“ auf der „Hanseatic Nature“.
Die „Hanseatic Nature“ ist ein Fünf-Sterne-Schiff und verwöhnt Passagiere auf Expedition mit einer Menge Luxus. Foto: Hapag Lloyd

Die „Hanseatic Nature“ ist einer von drei neuen Luxus-Kreuzern bei Hapag Lloyd. Im Oktober wird die Expeditions-Flotte der Reederei um die „Hanseatic Inspiration“ ergänzt, bis 2021 soll dann noch die „Hanseatic Spirit“ fertig gebaut sein. 

Alle Schiffe werden mit einer Kombination aus Diesel- und Hybridmotor angetrieben – angepasst auf die Bedingungen der Routen in die Artkis und Antarktis.

Die Reederei plant auch hier eine noch umweltschonendere Variante ab Juli 2020. Für rund 200 Passagiere geht es dann unter anderem auf eine Spitzbergen-Umrundung.