So will Boeing die Probleme mit der 737 Max lösen

So will Boeing die Probleme mit der 737 Max lösen

Der Flugzeughersteller arbeitet derzeit fieberhaft an einem Software-Update für seinen Flugzeugtyp. In den USA trifft er sich dafür mit Piloten von drei Airlines, die mit Boeing 737 Max 8 fliegen.

Southwest Airlines hat die Boeing 737 Max 8 für Software-Arbeiten nach Victorville in Kalifornien geflogen.
Southwest Airlines hat die Boeing 737 Max 8 für Software-Arbeiten nach Victorville in Kalifornien geflogen.

Foto: imago/Zuma Press/Gene Blevins

Der unglücksgebeutelte Flugzeugbauer hat bekannt gegeben, mit welchen Änderungen die Boeing 737 sicherer werden soll. Unter anderem soll ein visuelles Warnsystem als Standard installiert werden. Durch diese Sicherheitsfunktion sollen Piloten automatisch gewarnt werden, wann das System nicht mehr funktioniert. Zuvor waren die Warnhinweise optional.

Boeing arbeitet unter anderem mit US-Piloten verschiedener Airlines zusammen, die die Änderungen der Software getestet haben, berichtete „CNN“. Durch das Update soll das Risiko, das MCAS auszulösen, verringert werden. Der „Sun“ zufolge wurde das Update bislang noch nicht von der US-amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde überprüft.

Software-Update soll Boeing 737 sicherer machen

MCAS steht kurz für Maneuvering Characteristics Augmentation System, welches eine Rolle beim Absturz der Boeing 737 in Indonesien gespielt haben soll. Die eigentliche Aufgabe des Systems ist es, einen Strömungsabriss zu verhindern. Beim Strömungsabriss löst sich die Strömung von der Oberfläche wie beispielsweise den Tragflächen. Dadurch verringert sich in der Regel der Auftrieb und das Flugzeug kippt nach vorn.

Das wiederholte Auslösen des MCAS soll Untersuchungen zufolge die Flugzeugnase der verunglückten Lion-Air-Maschine so stark nach unten gedrückt haben, dass die Piloten die Kontrolle über den Flieger nicht zurückerlangen konnten.

Das Software-Update nutzt zwei Sensoren an der Flugzeugnase anstelle von einem und soll das System nicht mehrfach auslösen. Außerdem sollen Piloten ein intensiveres Training für die Software bekommen.

Noch immer gilt für den Flugzeugtyp in zahlreichen Ländern weltweit ein Startverbot. Wann genau die Boeing 737 wieder abheben darf, ist weiterhin unklar. Insgesamt sind bei den beiden Flugzeugabstürzen mit Boeing 737 Max 8 fast 350 Menschen ums Leben gekommen.

Ob die Ehtiopian-Airlines-Maschine aus denselben Gründen abgestürzt ist wie der Lion-Air-Flieger, wird weiterhin untersucht.

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