Mit bis zu 80 Stundenkilometern peitschte der Wind die Wellen an den Nosabost Beach auf der Isle of Harris. Diese dramatische Szenerie wollte Agnes P. (50) festhalten. Sie fotografierte die Felsen am Strand, als sie von den mächtigen Wellen verschluckt und weggespült wurde – vor den Augen ihrer bestürzten Mitreisenden. 

Touristin beim Fotografieren in Schottland verunglückt

Die Engländerin war vermutlich mit weiteren Teilnehmern eines Fotokurses auf der Hebrideninsel, als sich am Mittwochmorgen das Unglück ereignete. Sofort suchte die Küstenwache per Boot und Hubschrauber nach der Frau.

Der Helikopter konnte die Urlauberin bergen und in ein nahe gelegenen Krankenhaus fliegen. Die Rettung kam allerdings zu spät – kurz nach der Landung wurde ihr Tod festgestellt.

„Die Felsen sind sehr rutschig und sie fiel in der Nähe eines Steins mit dem Namen Clach Mhic Leòid – vielleicht wollte sie diesen fotografieren“, sagte Lokalpolitiker John Mitchel der britischen „Sun“. 

Es ist der zweite Todesfall auf der Insel Harris innerhalb weniger Jahre. An einem anderen Strand war 2013 eine 45-jährige Frau ertrunken. „Diese Vorfälle zeigen die Gefahren des Meeres und wie es einen überrascht“, warnt ein Mitglied der Küstenwache. Politiker und Rettungskräfte sprachen den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen ihr Beileid aus.