Es ist kein guter Start in die Reisewoche: Gleich an vier deutschen Flughäfen können insgesamt nur 75 Prozent der geplanten Passagierflüge starten. Betroffen sind die Flughäfen Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart.

Allein in Frankfurt cancelt die Lufthansa 22 Flüge. Flüge innerhalb Deutschlands werden teilweise durch Züge ersetzt, andere, wie etwa nach Prag, Brüssel oder Italien, fallen ganz aus. „Reise vor 9“ zufolge sind davon rund 2.000 Passagiere ab Frankfurt betroffen.

Fluggäste werden gebeten, sich möglichst früh vor Abflug an den Check-in-Schaltern der betroffenen Flughäfen einzufinden. Sie sollten außerdem den Flugstatus vorab bei den Fluggesellschaften prüfen.

Softwarefehler bei der Deutschen Flugsicherung sorgt für verspätete Flüge und Flugausfälle

Grund für die Einschränkungen ist ein Softwarefehler in der Flugverkehrskontrollzentrale der Deutschen Flugsicherung in Langen. Dadurch werden Kontrollstreifen nicht fehlerfrei elektronisch dargestellt. Kontrollstreifen liefern Informationen wie Flugzeugtyp, Flugstrecke oder erwartete Überflugzeit für die Fluglotsen. Bereits seit vergangenem Mittwoch wurde die Verkehrsdichte im Flugraum verringert.

Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll eine alternative Software in Betrieb genommen werden. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei durch die Störung nicht beeinflusst, teilte die Deutsche Flugsicherung am Montagmorgen mit. Die Kontrollzentralen in München, Bremen und Karlsruhe sind nicht betroffen.

Der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld ist von der Störung ebenfalls betroffen – zwei Flüge nach Frankfurt wurden gestrichen.