Eine ziemlich unsanfte Landung erlebten die 100 Passagiere eines Iran-Air-Flugs Dienstagnacht, 19. März: In der Luft beim Landeanflug ließ sich das Fahrwerk des Fliegers partout nicht ausfahren. Der Pilot kreiste um dem Mehrabad International Airport in der Hauptstadt Irans, Teheran. 

Aber keine Chance: Als der Treibstoff knapp wurde, musste der Pilot landen. Mit dem Wissen, dass die Maschine ohne die abfedernden Räder des Fahrwerks mit dem Rumpf auf die Landebahnen schmettern würde.

Pilot von Iran-Air-Flieger macht gefährliche Bauchlandung

Der Pilot reizte den Tankstand absichtlich aus, denn ihm war das Risiko einer Bauchlandung bewusst. Es bestand Brandgefahr! Als der Flieger auf den Boden prallte und über die Landebahn schleifte, sprühten heftige Funken. Die Iran-Air-Maschine fing Feuer.

100 Iran-Air-Passagiere haben Schutzengel

Glücklicherweise führten die Flammen zu keinem verheerenden Brand der Maschine. Nach Angaben des Lokalradios „Farda“ eilten zwölf Einsatzteams zu dem Unfallflieger. Diese retteten die 100 Passagiere, die in der Fokker 100 von einer iranischen Insel in die Haupstadt Teheran reisten. Alle blieben unverletzt.

Was an dem Fahrwerk defekt war, hat die Airline bislang nicht bekannt gegeben.

Übrigens legte eine Fokker 100 auch schon in Deutschland eine Bauchlandung hin: An Bord war damals der SPD-Politiker Franz Müntefering. Aber auch diese Notlandung ging glimpflich aus.