Mann masturbiert im Flixbus neben Frau – der Fahrer tut nichts

Mann masturbiert im Flixbus – der Fahrer tut nichts

Was eine Frau (24) im Flixbus erleben musste, ist unfassbar: Ein Mann setzte sich neben sie und masturbierte. Weder der Fahrer noch der Mitarbeiter der Flixbus-Hotline wollten ihr helfen. Sie bat Jodel um Rat.

Auf einer Flixbus-Fahrt begann ein Mann neben einer Frau zu masturbieren. (Symbolfoto)
Auf einer Flixbus-Fahrt begann ein Mann neben einer Frau zu masturbieren. (Symbolfoto)

Foto: Flixbus

Es klingt wie ein schlechter Film: Ein Mann setzte sich am Sonntag auf der Flixbus-Fahrt von München nach Berlin neben eine junge Frau. Er sprach sie auf Englisch an, dann holte der 26-Jährige seinen Penis aus der Hose – und begann, sich selbst zu befriedigen. Mitten im Bus!

Die 24-Jährige bat den Busfahrer um Hilfe – doch der wollte ebenso wenig helfen wie ein Mitarbeiter der telefonischen Flixbus-Hotline. Die verzweifelte Frau meldete den Vorfall in der Social-Media-App Jodel – und ließ die Community in einer Art Live-Ticker am Geschehen teilhaben. Daraufhin schaltete sich auch die Polizei ein.

Die verzweifelte Frau wandte sich an Jodel.
Die verzweifelte Frau wandte sich an Jodel. Foto: Jodel.com

„Ich sitze gerade im Flixbus und der Wixxer neben mir holt sich ernsthaft einen runter“, so lautet der erste Post. Zunächst sind die Nutzer skeptisch, einer fordert sie dazu auf, ein Bild zu schicken. Das tut die 24-Jährige. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der Fahrgast neben ihr sein erigiertes Geschlechtsteil in der rechten Hand hält.

Dieses Beweisfoto des masturbierenden Mannes schickte die Frau im Flixbus an die Jodel-Community.
Dieses Beweisfoto des masturbierenden Mannes schickte die Frau im Flixbus an die Jodel-Community. Foto: Jodel.com

Einige Jodler witzeln über das Foto, doch die meisten sind schockiert. Sie raten: „Sofort anzeigen!!!!!“, „Fotografieren und Busfahrer zeigen... Du willst ihm das doch nicht durchgehen lassen“ oder „Ruf die Polizei an!“.

Doch die Frau ist überfordert, schreibt: „Also Leute, ernsthaft. Seid erst mal in so einer Situation, und dann seht ihr, wie man da einfach gar nicht darauf reagieren kann. Vor Schock weiß man gar nichts mehr!“

Sie sei die Einzige, die den Mann sehen könne, da ihm niemand gegenübersitze. Er sei zum Höhepunkt gekommen, habe in ein Taschentuch ejakuliert und dann eingeschlafen, erzählt sie weiter.

Flixbus-Fahrer: „Ist ja nicht so schlimm, ist halt ein Saubär“

Doch dann fasst sie sich ein Herz und geht zum Busfahrer. Unfassbar: Er wimmelt sie ab und sagt, sie solle die Angelegenheit in Ruhe am Ziel klären. Auch der zweite Versuch scheitert, so die junge Frau. Sie schreibt: „Aktueller Stand: War jetzt noch mal vorne und der Busfahrer hat keinen Bock, irgendwas zu machen. ‚Ist ja nicht so schlimm, ist halt ein ‚Saubär‘.‘“

Das Belästigungsopfer ruft daraufhin die Flixbus-Hotline an, doch auch das bleibt ohne Erfolg: „Die konnten/wollten mir auch nicht weiterhelfen.“

Erst als die 24-Jährige den Polizei-Notruf wählte, passierte etwas. „Habe 110 angerufen und das war dann echt bisschen wie im Actionfilm“, schreibt sie. Beamte stoppten den Bus und weckten den immer noch schlafenden Mann. „Sie haben ihn aufgeweckt und er gleich panisch: ‚What’s wrong, what’s wrong?‘“, schreibt die 24-Jährige.

Die Polizei Mittelfranken bestätigte gegenüber „Neon“, dass ein 26-jähriger Mann wegen exhibitionistischer Handlungen festgenommen wurde.

Flixbus bestätigte den Vorfall. In einem Statement schreibt das Unternehmen: „Nach Bekanntwerden haben wir umgehend interne Prüfungen eingeleitet, da die Handhabe und Vorgehensweise nicht unseren Vorgaben entsprechen.“ Der Flixbus-Fahrer sei um ein Statement gebeten worden und „nochmals umfassend“ auf die „Service- und Beförderungsabläufe“ hingewiesen worden.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit würden alle Fahrer ein umfangreiches Training bekommen. Das beinhalte „neben umfassenden Sicherheitsthemen auch Trainingseinheiten zu Serviceabläufen, unseren AGB und zum richtigen Umgang mit Fahrgästen“. Sie seien dazu angehalten, „einen Vorfall wie den vorliegenden nicht nur unverzüglich unserer Betriebssteuerung zu melden, sondern auch die Polizei einzuschalten“.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite