Ein Fehler in der Sensor-Software der Boeing 737 Max 8 gilt als Auslöser für den tödlichen Flugzeugabsturz der Lion-Air-Maschine vor wenigen Monaten. Neue Details zu dem Unglück in Indonesien geben jetzt preis, dass bereits einen Tag vor dem Absturz ein zufällig mitreisender Pilot eine Katastrophe mit der Unglücksmaschine verhindern konnte.

Pilot verhindert Absturz der Boeing 737 Max am Vortag

Der Mann war während des Fluges nicht im Dienst, reiste aber auf dem Klappsitz im Cockpit mit. Als die Piloten Probleme mit der Software bekamen, kannte er die Lösung: Er deaktivierte die automatische Trimmung, durch die die Nase des Flugzeugs nach unten gelenkt wurde. Das berichtet die Agentur „Bloomberg“.

Fehlerhafter Autopilot Grund für Abstürze von Boeing 737?

Am nächsten Tag war der Pilot nicht an Bord. Den Ermittlungen zufolge führte derselbe Fehler zum Absturz und damit zum Tod aller 189 Insassen. Offenbar wusste diese Crew nicht, wie sie auf den Fehler reagieren sollte – mit fatalen Folgen.

Auf Aufnahmen aus dem Cockpit ist zu hören, wie die Piloten verzweifelt ihr Handbuch für Notfallsituationen durchblättern. Wenige Minuten später stürzte das Flugzeug ab.

Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurde der Pilot befragt, das bestätigte der Chef der indonesischen Flugsicherheitsbehörde, Soerjanto Tjahjono. Zu den Berichten, wonach nur mit Hilfe des dritten Piloten eine Katastrophe verhindert worden sei, wollte er keine Stellung beziehen.

In Äthiopien war am 10. März ebenfalls eine Boeing 737 Max 8 verunglückt – bei diesem Absturz starben 157 Insassen. Seitdem starten weltweit keine Boeing 737 Max 8 mehr. 

Vor diesem Unglück hatten sich bereits mehrere Piloten über den Autopiloten des Flugzeugtypes beschwert. Erste Auswertungen nach dem Absturz der Ethiopian-Maschine weisen auf eine ähnliche Ursache wie bei dem Lion-Air-Flugzeug hin.