Hund stirbt auf Air-France-KLM-Flug im Frachtraum – Peta kritisiert

Hund stirbt auf Air-France-KLM-Flug im Frachtraum

Ein Langestreckenflug von Amsterdam nach Los Angeles von Air France-KLM: Elf Stunden brauchte der Flieger – elf lange Stunden, die ein Hund im Frachtraum nicht überlebte. Peta kritisiert die Airline. 

KLM und Air France fusionierten 2004 zu Air France-KLM.
Bei Air France-KLM müssen Tiere unter bestimmten Bedingungen im Frachtraum mitfliegen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Hollandse Hoogte

Es muss die schlimmste Vorstellung eines jeden Hundehalters sein: Während du gemütlich den Flug mit Verpflegung und Entertainment an Bord genießt, stirbt dein treuester Freund qualvoll und allein im Frachtraum des Fliegers.

Dieses traurige Schicksal ereilte einen Hund am vergangenen Dienstag auf einem elfstündigen Langstreckenflug von Air France-KLM. 

Air France-KLM: Hund tot im Flugzeug-Frachtraum gefunden

Der Flug KL601 startete am Dienstag in Amsterdam. Der Hund, der nach Angaben von „TMZ“ einem Husky ähnelte, soll in den Frachtraum verladen worden und im Käfig mitgereist sein. Nach zehn Stunden und 45 Minuten dann die Landung am LAX in Los Angeles. Beim Entladen des Gepäcks soll der Hund leblos in seinem Käfig aufgefunden worden sein. Das berichtete eine Mitarbeiterin.

Bei dem Besitzer soll es sich um eine Frau handeln. Diese soll ihren toten Hund im Lagerraum der Airline abgeholt haben – völlig am Boden zerstört.

Heftige Anschuldigung: Hund soll nicht korrekt transportiert worden sein

Ein anderer Mitarbeiter sagte, dass der Hund nicht ordnungsgemäß im Käfig transportiert worden sein soll. Details nannte der Mitarbeiter nicht. Doch der Hund hätte im Frachtraum nicht genügend Luft bekommen und sei erstickt. 

Der reisereporter hat bei der Airline nachgefragt, diese bestätigt den Todesfall vom 19. März, weist aber die Vorwürfe zurück: „Wir möchten klarstellen, dass der Hund gemäß den Haustierrichtlinien von KLM korrekt verladen wurde. Wir müssen jetzt die Ergebnisse der Nekropsie abwarten, um die Todesursache festzustellen.“ Die Airline arbeite mit der örtlichen Gesundheitsbehörde in den USA zusammen.

Tierschutzorganisation Peta fordert ein Verbot von Tier-Transporten im Frachtraum

Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert die Airline scharf: „Tragödien wie diese sind genau der Grund, warum Fluggesellschaften fordern müssen, dass Tiere nur in der Hauptkabine reisen.“ Peta fordere demnach Air France-KLM dazu auf, sich Jetblue und Southwest anzuschließen und den Transport im Frachtraum komplett zu verbieten.

Bei Southwest dürfen Katzen und Hunde nur in der Kabine bei den Passagieren mitreisen, sofern sie in einem Käfig unter den Sitz passen. Das kostet 95 Dollar. Auf internationalen Flügen ist die Mitnahme von Tieren komplett untersagt. Beide Airlines transportieren die Hunde unter keinen Umständen im Frachtraum.

Peta begründet die Kritik damit, dass Tiere im Frachtraum starkem Lärm ausgesetzt seien und mit extremen Temperaturen und Druckunterschieden zu kämpfen haben. Abgesehen von der psychischen Belastung der Tiere. 

Vergangenes Jahr erstickte ein zehn Monate alter Welpe bei United Airlines, nachdem die Besitzerin dazu aufgefordert worden war, ihr Hundebaby in der Handgepäckablage zu verstauen.

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