Skandal in Südkorea: 1.600 Hotel-Gäste wurden heimlich gefilmt

Skandal in Südkorea: 1.600 Hotel-Gäste heimlich gefilmt

Erschreckend: Zwei Männer sollen in 30 Hotels in Südkorea Kameras versteckt haben. Diese filmten die Gäste in ihren Zimmern – das Video-Material wurde an Kunden verkauft und im Netz live gestreamt.

Das Privatleben der Hotelgäste wurde ins Netz gestellt und verkauft. (Symbolfoto)
Das Privatleben der Hotelgäste wurde ins Netz gestellt und verkauft. (Symbolfoto)

Foto: imago/Westend61

Die Privatsphäre von 1.600 Hotelgästen wurde mit einem Mal zerstört: In Südkorea sollen in 30 Hotels die Gäste während ihrer intimsten Momente gefilmt worden sein.

Zwei Männer werden beschuldigt, zwischen November 2018 und März 2019 in zehn südkoreanischen Städten die winzigen Kameras in den Zimmern installiert zu haben, das berichtet der „Guardian“. Die Verdächtigen sitzen bereits in Haft. 

Mehr als 1.600 Hotel-Gäste in Südkorea heimlich gefilmt

Das Filmmaterial soll im Internet an zahlende Kunden verkauft worden sein, sogar einen Livestream soll es gegen Geld gegeben haben.

Insgesamt wurden 42 versteckte Kameras gefunden. Die gerade einmal einen Millimeter großen Linsen sollen im Badezimmer-Föhn und in Steckdosenabdeckungen gesteckt haben, berichtet „CNN“. 

Tausende Dollar für heimliches Video aus Hotel

Genug Interessenten gab es offenbar: Die Seite, auf der die Gäste in ihren Zimmern live gezeigt wurden, soll rund 4.000 Nutzer gehabt haben. Sogar Extras wie Wiederholungen der Livestreams sollen die Männer angeboten haben – für schlappe 45 Dollar im Monat. Die mehr als 800 illegal gefilmten und online gestellten Videos sollen den Verdächtigen mehr als 6.000 Dollar eingebracht haben.

Die Behörde für Cyber-Untersuchung und die nationale Polizeibehörde ermitteln gegen zwei weitere Verdächtige in dem Fall. Nach aktuellem Stand der Behörden sollen die Hotels nichts von den versteckten Kameras gewusst haben. Bei den betroffenen Hotels solle es sich um keine großen Ketten, sondern um kleine Motels handeln.

Südkorea: Hotel-Gäste nicht zum ersten Mal gefilmt

„Es gab in der Vergangenheit einen ähnlichen Fall, in dem illegale Kameras (heimlich installiert) wurden, aber dies ist das erste Mal, dass die Polizei aufdeckte, dass Videos live im Internet übertragen wurden“, kommentierte die Polizei die Aktion.

Über illegale Aufnahmen wird immer wieder berichtet, mehr als 6.400 Fälle seien allein im vergangegen Jahr gemeldet worden.

Daraufhin protestierten Tausende Frauen auf den Straßen Südkoreas und forderten mit dem Spruch „Mein Leben ist nicht dein Porno“ Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen. Für die Hauptstadt Seoul kontrollieren seitdem speziell ausgebildete Frauen öffentliche Toiletten.

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